DER MEERI-NOTFALL 2008 / Dachau 85 Meerschweinchen

DER MEERI-NOTFALL 2007




Dachau Notfall vom 22. Mai 2008

Wir waren heute im Landkreis Dachau unterwegs, um dort ca. 45 Meerschweinchen abzuholen, weil die Situation dort völlig außer Kontrolle geraten war. Ich will trotz dem, was jetzt gleich zu Lesen und Sehen sein wird ausdrücklich sagen, dass wir zwar sehr erschüttert sind über das, was wir vorgefunden haben, aber trotzdem dankbar, dass wir um Hilfe gebeten wurden, es gäbe auch Menschen, die sich ihrer Tiere dann auf andere Weise entledigen und wir wollen hier keine Schuldzuweisungen machen. Bitte bedenkt, dass es auch oft menschliche Aspekte gibt, die wir bei tierischen Tragödien gerne vergessen.

Nun aber zu dem, was uns Tierliebhaber von Herzen bewegt und das Heute erlebte trifft uns alle sehr und Euch, wenn Ihr die Bilder seht, bestimmt auch.

Aus den 45 Tieren sind schließlich 85 geworden, wir hatten zwar zusätzliche Boxen dabei, weil man ja nie ganz sicher sein kann, aber natürlich nicht genug und zudem ist es für einen so kleinen Verein wie uns weder pflegestellentechnisch noch finanziell leistbar. Wir haben mehr Tiere mitgenommen als wir wollten, aber ca. 20 mussten wir dann doch dem Tierheim Dachau zumuten ... an dieser Stelle herzlichen Dank, dass die Abwicklung mit Euch in Dachau so schnell und reibungslos geklappt hat!

Und nun ein paar Impressionen und noch als kleines Rechenspiel für den Abend ...
... es waren 7 Käfige, in zwei davon saß jeweils ein Einzelschwein ... in den restlichen 5 die 83 anderen !!!

Man hat das Ausmaß tatsächlich erst nach einer Weile erkannt, weil sich, wie man hier gut erkennen kann, tatsächlich 10 Schweinchen in ein normales Häuschen quetschen können ... in anderen Käfigen waren sogar ca. 17 Schweinchen in einem Haus (in den letzten Tagen wurden dabei leider auch schon Babies zerquetscht)






Diesen Käfig haben wir samt Schweinchen ins Tierheim Dachau gebracht, weil es leider nicht mehr leistbar war für uns ... dazu noch einen Teil der Tiere aus einem anderen Käfig


Ohne Worte


Ingo und Sabina bei der Arbeit ... jedes Schweinchen wurde photografiert

und anschließend in die dafür vorbereiteten Boxen gesetzt


Hier einer der vielen Notnäschen beim Photoshooting nach Geschlechtskontrolle und Gesundheitsschnellcheck


Und hier das schönste Erlebnis am heutigen Tag ... eigentlich hätten die drei gar keinen Platz mehr gehabt, aber Sabina hat kurzentschlossen noch einen kleinen Käfig mitgenommen und die zwei Babies samt ihrer Mama dort hineingesetzt und kaum hatten die 3 ein bisschen Platz, schon war in all dem Tumult um sie herum Zeit zum Säugen


Das soll es als erster Einblick gewesen sein, wir sind heute alle müde und kaputt, weil nach fast vier Stunden vor Ort natürlich auch alle Zuhause ausgeladen und gut versorgt werden mussten. Morgen geht es ab zum Tierarzt, die ersten Jungs (26 Stück sitzen im Moment bei Tina !!!) werden kastriert und Sabina und ich fahren mit den Mädels los. Alle Tiere haben Milben, teilweise sind sie aber noch in recht gutem Zustand, teilweise aber schon fast ohne Fell, bei ein paar Schweinchen haben wir Pilzstellen gefunden, einem muss ein Auge entfernt werden, die genauen Ausmaße zeigen sich erst in den nächsten Tagen. Eines von den Babies hat nur 42 Gramm (ca. 6 Tage alt) und nicht mal mehr die Kraft das Köpfchen zu heben, Sabina päppelt mit Hingabe, aber die Chancen sind nicht gut.

Noch kurz zu den Zahlen:
26 Böckchen (alle unkastriert) bei Tina, ein Teil davon wird Anfang nächster Woche auf Pflegestellen verteilt
16 Mamas/Babies und trächtige Weibchen bei Sabina
22 Weibchen (incl. 7 Babies die nicht mehr gesäugt werden) bei Conny, die meisten Weibchen sind schon sichtbar trächtig, zwei werden wohl schon am Wochenende werfen.

Wenn jemand helfen will, ich glaube ich bettle nicht oft um Spenden, aber in diesem Fall ist Geld das, was wir nun am Nötigsten brauchen.

Mein persönlicher Dank gilt heute natürlich denen, die mit vor Ort waren, nämlich Tina & Ingo, Sabina & Marcus und Thomas! Und natürlich auch unseren Pflegestellen Maren, Margit und Pilar, die in den nächsten Tagen ihre Jungs abholen werden.

24. Mai 2008 - Dachau-Notfall - TAG 3

Aus unseren 64 Notschweinchen sind inzwischen 61 geworden, sehr traurig sind wir über den Tod von Sabinas Winzlingsschweinchen, hier ihre Mail an uns:

"Leider kamen wir für den kleinen Winzling schon zu spät, er ist heute gegen 22.00 Uhr eingeschlafen. Ich hatte ihn heut noch mehrmals in kleinen Portionen gefüttert und er nahm die Ersatzmilch gierig auf und verspeiste gegen 20.30 Uhr noch einen Miniheuhalm, aber leider hörte die Schnappatmung bei ihm nicht auf. Ich hatte ihn lange auf der Hand, während die anderen durch den Käfig düsten. Wenn die Anderen wieder schliefen, legte ich ihn dazu, damit er nicht so einsam war. Ab und an atmete er wie zu einem tiefen Seufzen ein und aus, er lag bei seiner Familie und irgendwann pustete er seinen Geist mit aus.

Nun heißt es mehr und mehr um die Anderen kämpfen! Auch wenn er es nicht schaffen konnte, hatte er wenigstens die Möglichkeit in einer sauberen Einstreu, in ruhigerer Athmosphäre und einem vollen Bauch einzuschlafen. Es war nicht viel, was wir für ihn tun konnten, aber doch etwas und das ist wichtig!"


Winzling


Die tolle Nachricht ist, dass zwei arme Nasen schon ein endgültiges Zuhause bezogen haben, ein nettes Paar, beides angehende Tierärzte und daher natürlich auch völlig entspannt im Umgang mit solchen vernachlässigten und angeschlagenen Tieren, haben gleich ein Pärchen von Tina übernommen. Der Bub wurde noch durch uns kastriert, das Weibchen ist trächtig und die Babies werden wir dann wieder vermitteln. Herzlichen Dank an Sandra und ihren Freund für die Hilfe!

Dann hat uns die liebe Frau Dr. Homeier noch 3 Jungs zur Pflege abgenommen und operiert Tinas größtem Sorgenkind gleich noch das kaputte Auge, vielen lieben Dank.

Auch bei mir hat heute die erste Schweinedame ihr Zuhause für die Zukunft gefunden, allerdings darf sie erst noch hier in Ruhe ihre Babies bekommen und großziehen, aber ein toller Platz in Nürnberg bei unseren Dauerhelfern Sabine & Helmut ab August ist ihr sicher. Und das ist meine erste reservierte Dame, die Helmut heute "Miss Piggy" getauft hat :-) ... danke Ihr Lieben, dass Ihr auf Euer rot-weißes Teddy-Traumschwein zugunsten unserer kleinen Maus verzichtet!

Miss Piggy

Gestern war großer Tierarzt- und Apotheken-Marathon, die ersten Jungs wurden kastriert, alle Tiere gegen den teilweise sehr starken Milbenbefall behandelt und die Großbestellungen aus den Apotheken sind inzwischen auch eingetroffen und unsere Schweinis bekommen nun täglich das "Alles-wird-gut-Medikamenten-Menue".

Und nun möchte ich Euch noch Paulinsche vorstellen, denn Paulinsche ist eine absolute Supermama, auch wenn die Babies noch nicht mal auf der Welt sind ... wir rechnen aber in Kürze damit. Paulinsche war in einem der beiden wirklich schlimmen Käfig, die total verdreckt und noch voller waren als die anderen und sie saß als einziges Schwein nicht mit den anderen ins Häuschen gequetscht, sondern thronte ganz alleine auf dem Häuschen und hat so hoffentlich ihre Babies und sich selbst vor schlimmen Folgen bewahren können. Wir haben sie als eine der ersten "eingesammelt" und nun sitzt sie auch als einzige alleine in einem 100er-Käfig, genießt die Ruhe (natürlich in direkter Nachbarschaft zu ihren ehemaligen Leidensgenossen) und das gute Futter und wird hoffentlich gesunde Babies zur Welt bringen und selbst alles heil überstehen.



25. Mai 2008 - Dachau-Notfall - TAG 4

Sabina wurde heute morgen vom ersten Dachauer Nachwuchs überrascht. Dabei hatte sie doch den Nachwuchs erst in ein bis zwei Wochen erwartet. Als sie jedoch heute morgen den Pflegeschweinen beim Heumümmeln zusah und alle vier Schweinchen zählte und der Heuhaufen trotzdem noch wackelte, war das ganze doch etwas komisch... und was fand Sabina dann in dem Heuberg? Das erste Baby des Dachauer Notfalls. Die Kleine ist mit ihren 92 Gramm ein richtiger Wonneproppen und wiegt teilweise mehr als ihre älteren Spielgefährten.

Tammy


26. Mai 2008 - Dachau-Notfall - TAG 5

Das lange Wochenende ist leider vorbei und heute hieß es dann 30 Minuten eher aufstehen als normal, denn 22 hungrige Dachaudamen wollten ja schließlich noch ein vernünftiges Frühstück. Inzwischen geraten sie auch nur noch bei schnellen Bewegungen in Panik und die ersten leisen Begrüßungsstimmchen melden sich zu Wort und täglich trauen sich mehr kleine Nasen aus den Häuschen, auch wenn man im Zimmer ist, da geht einem wirklich das Herz auf.

Leider macht uns Sabinas Milbemax ein bisschen Sorgen, der kleine Mann hat ein Abszess am Ballen, das nun aufgegangen ist, reichlich eitert und auch noch Fieber mit sich gebracht hat. Er bekommt nun Antibiotikum, der Abszess wird gespült und zusätzlich gibt es Retterspitzumschläge (danke für den Tipp Bianca!)

Supermama Paulinsche will sich nicht überreden lassen, ihre Babies so langsam dem Publikum Preis zu geben, dafür durften Maren und ich heute einen Blick in ihr Mäulchen werfen und der war alles andere als schön, die dicke Maus macht bald einem Elefanten Konkurrenz, so lang sind ihre Schneidezähne und nun ist auch klar, warum sie, im Gegensatz zu den meisten Anderen, so schlecht Heu futtert. Aber wir ersparen ihr und vor allem den Babies jetzt den Tierarztstress, überbrücken noch ein paar Tage mit Salat und Matschkullern und werden dann sofort losdüsen, wenn die Kleinen auf der Welt sind, im Moment futtert sie ja alles andere noch ganz gut und ich will auf keinen Fall die Babies gefährden.

Tina konnte auch wieder ein paar Jungs zu lieben Pflegefrauchen weitergeben und so lichtet es sich zumindest wieder ein kleines bisschen.

29. Mai 2008 - Dachau-Notfall - TAG 8

Gestern gab es eine Runde kostenloses Wiegen für alle und anschließend zwei Stunden "Nein, ich komme nie wieder aus dem Häuschen, ich hasse dich du blödes Pflegefrauchen" ... aber das Ergebnis lässt in etwa darauf schließen, dass bei mir noch 13 trächtige Weibchen sitzen und bei Sabina ca. vier, wenn ich es richtig im Kopf hab ... es ist also noch mit vielen kleinen Stars und Sternchen zu rechnen.

Und heute Nachmittag hat mich noch unsere Frau Dr. von Weidenbach angerufen, juhuuu, die Pilzkultur war negativ, zumindest diese langwierige Behandlung bleibt uns erspart !!!

Von Sorgenkind Milbemax habe ich heute noch nichts gehört, aber gestern ging es ihm leider gar nicht gut und für den heutigen Tag war ein Tierarztbesuch geplant ... liebe Daumendrücker, ein bisschen Hilfe in Form von guten Gedanken schadet bestimmt nicht.

Inzwischen sind auch alle Schweinchen in ihren Bestimmungspflegestellen angekommen, neue Umverteilungen werden erst nötig sein, wenn bei mir viele Babies purzeln, aber meine liebe Arbeitskollegin Katrin hat sich schon angeboten einen Mama-Babykäfig zu betreuen und da sie fast in der gleichen Straße wohnt, ist das natürlich ideal.

Darüber hinaus herzlich Danke an Maren, die 6 Jungs übernommen hat, Frau Dr. Homeier mit 3 Jungs und wahrscheinlich kommt noch ein Mädel dazu, weil sich die Racker nicht verstehen und getrennt werden mussten und Margit und Pilar mit jeweils zwei Jungs, das ist wirklich super.

Und auch ein herzliches Dankeschön an die Spender, die in den letzten Tagen ganz spontan Überweisungszettelchen ausgefüllt haben, Ihr seid alle wirklich großartig und wir sind sehr glücklich über die Welle des Zuspruchs und der Unterstützung, ohne die es uns auch kaum möglich wäre das alles zu meistern!!!

31. Mai 2008 - Dachau-Notfall - TAG 10

Maren hat uns Neuigkeiten zu ihren Jungs geschickt, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Vertrauen und geniessen
Als bei Jimmi und Jasper heute die Kastra-Wunden-Kontrolle anstand habe ich mir gaaanz viel Zeit genommen und die beiden mal so richtig durchgekuschelt. Das Einfangen war wie immer etwas schwierig, zu panisch sind die Kleinen noch, wenn die menschliche Hand in den Käfig greift. Verbinden sie doch bisher nicht viel Gutes damit. Und auch die Kontrolle der Wunden lassen sie nur sehr skeptisch und fast in Angststarre über sich ergehen. Ich habe es Ihnen dann noch "zugemutet" noch ein bisschen auf meinem Schoss zu sitzen und die streichelnde Hand zu ertragen. Es hat ein bisschen gedauert und beide hatten am Anfang ne Menge Angst. Aber nach einer Weile hat sich Jasper dann entspannt, er hat mich aus seinen großen Knopfaugen angeschaut und tatsächlich ein paar wohlige Laute verklingen lassen. Dann hat er ein ordentliches Wohlfühl- Quieken von sich gegeben. Der kleine Mann hat wohl das erste Mal erfahren, dass die menschliche Hand auch streicheln kann. Ähnlich verlief es dann auch bei Jimmi. Dieser war dann sogar so angetan, dass er die Hinterfüsschen von sich gestreckt hat und sich den Bauch kraulen ließ. Bei Janik habe ich dann bei der Gelegenheit noch festgestellt, dass er kitzelig ist :-) - der Rest der Mannschaft ist morgen Abend dran.

Solche Momente, in denen die Tiere so langsam Vertrauen fassen, gehen echt ans Herz und lassen den Stress ein bisschen vergessen.


Und hier noch ein kleiner Gruß vom - wie immer - sehr hungrigen Paulinsche, die ansonsten fröhlich durch den Käfig kugelt.


Ich hatte leider nur noch diesen alten, schon etwas verrosteten Käfig für sie ... aber keine Angst, sie knabbert nicht an den Gitterstäben, sie hat reichlich Leckerchen im Inneren ihrer Behausung ;-))

01. Juni 2008 - Dachau-Notfall - TAG 11

Heute gibt es Neuigkeiten aus den anderen Pflegestellen:

Von Tina in Vaterstetten:
In der Pflegestelle bei Tina Mader tritt jetzt langsam Normalität ein. Die 25 Schweinchen aus dem Dachaunotfall sind jetzt alle kastriert und zum Teil auf die anderen Pflegestellen aufgeteilt. Alle Meerschweinchen aus dem Notfall hat Ingo schon fotografiert (siehe Beweisfoto) und ein kleiner Teil steht schon mit Text im vermittlungsteil. Der Rest folgt in Kürze.



Und von Pilar in München:
Also, am Sonntag Abend sind wir (also ich und mein lieber Mann) losgefahren um unsere beiden neuen Pflegemeeris in Vaterstetten abzuholen. Dort angekommen hatten wir die "Qual der Wahl" zwischen vier schwarzen Jungs, alle mit einer weißen Hinterpfote. Also haben wir einfach mal in die Lostrommel gegriffen und zwei prächtige Exemplare ergattert, die wir kurz darauf auf die Namen "Indy" und "Theobald" tauften. Indy ist noch relativ klein, ich schätze ihn auf ca 3 - 4 Monate. Theobald ist schon etwas größer. Die beiden bekamen auch gleich noch eine Milbenbehandlung mit auf den Weg. Zuhause angekommen durften sie in ihr vorübergehendes Zuhause ziehen und verschwanden auch gleich im bereitgestellten Häuschen. 24 Stunden später waren sie immer noch nicht herausgekommen, nicht einmal um zu fressen oder zu trinken. Erst als ich ihnen widerwillig ein Schälchen Trockenfutter in den Käfig stellte, lugte Indy zumindest mal aus dem Häuschen und am nächsten Morgen war die Schale wie leergefegt. Auch das Heu hatte sich gewaltig minimiert. Nur die Wasserschale war nach wie vor unangetastet. Also bekamen die beiden auch noch eine Trinkflasche und siehe da, innerhalb weniger Stunden hatten die beiden 400 ml weggesüffelt!!

Jetzt reduziere ich ganz langsam das Trockenfutter und biete ihnen täglich etwas Gemüse und frische Wiese, das meiste fressen sie schon mit Begeisterung und auch Heu vernichten die beiden wie die Scheunendrescher! Nur der Brokkoli ist noch sehr unheimlich… Nun dachte ich mir, nachdem zumindest Indy nicht mehr so panisch ist und sogar manchmal ungestört weiterfrisst wenn ich "ihr" Zimmer (bzw. unsere Küche) betrete, dachte ich, ich mache mal ein paar schöne Fotos von den beiden. Also Indy geschnappt, auf eine Decke gesetzt und Fotos gemacht. War nicht ganz einfach weil ihm meine Nähe doch noch gar nicht geheuer war und er immer wieder versuchte zu fliehen. Also hab ich mich an Theobald versucht. Das ging völlig in die Hose. Der arme verängstigte Kerl hat sogar versucht die Stuhllehne hochzuklettern nur um wegzukommen und wäre mir noch beinahe vom Stuhl gesprungen. Das Experiment habe ich also abgebrochen und nun dürfen die beiden sich ganz langsam eingewöhnen und fassen hoffentlich bald mehr Vertrauen zu uns. Auf Fotos müsst ihr also leider noch warten, ich hoffe ihr habt Verständnis dafür.

Was Theobald schon alles mitgemacht hat, möchte ich mir nicht vorstellen müssen, er hat so viel Angst, schreit laut vor Panik wenn man ihn hochhebt und verschwindet nach wie vor sofort im Häuschen wenn jemand die Küche betritt, bei Indy ist es nicht ganz so schlimm, vielleicht weil er noch jünger ist?! Auch die offene Käfigtür konnte die beiden noch nicht dazu verlocken, den Käfig zu verlassen. Ich hoffe, wir können die beiden schnell davon überzeugen, dass wir ihnen nichts Böses wollen und sie gerade auf dem Weg in ein wunderschönes neues Leben sind. Die beiden sind wirklich zwei ganz hübsche, liebenswerte Kerlchen, die hoffentlich bald ein schönes Zuhause bei lieben Mädels finden. Das wünsche ich ihnen sehr und hoffe, die Zwischenstation bei uns, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Und hätte nicht bereits ein schwarzes Meeriböckchen mit weißem Hinterfuß sein Zuhause bei uns, dann könnte ich für nichts garantieren ... gell, Conny? *gg*

03. Juni 2008 - Dachau-Notfall - TAG 13

Huhu Ihr Alle, ich bin's, Theo Tomate

und ich muss Euch gleich mal erzählen, was ich hier so erlebt hab heut Morgen, war echt lustig der Conny ihr völlig verwirrtes Gesicht. Hatte die doch gedacht sie kommt heute mal pünktlich um sieben zur Arbeit, hat zwar Gleitzeit, aber ist ein bisschen hibbelig, weil sie sagt, dass sie wegen uns so viele Minusstunden machen muss und heute war sie wohl ganz gut in der Zeit und kam dann rein um uns alle zu füttern. Meine Mama und die Tanten sind gleich losgesaust und haben angefangen zu plärren ... ich bin da mal lieber im Häuschen geblieben, war ganz schön laut da draussen bei 24 Brüllschweinen. Die Conny gleich zu Paulinsche durchgestartet und "Dutsi dutsi dicke Maus ... was, noch immer keine Babies du kleines Möppelchen" und lauter so Blödsinn hat die gefaselt, dann alle versorgt und dann war sie ganz glücklich weil sie noch gut in der Zeit war und wollte gehen ... und dann kam mein Auftritt, als sie die Tür geöffnet hat nach draussen hab ich gaaaaanz laut "Möhp" gerufen ... hah, sie ist gleich stehen geblieben und hat sich umgeschaut, aber dann wollte sie wohl doch verschwinden, so geht das ja nicht, also hab ich noch mal losgebrüllt so laut ich konnte "MÖÖÖHP" ... und nun hatte ich sie im Sack bzw. dummerweise sie mich, denn als sie das Häuschen hochgehoben hat und mich entdeckt, wollte sie mich doch gleich angrabschen, ja ihhh, so haben wir nicht gewetten, Mann bin ich losgespurtet nur leider kam ich nicht weit und schon hat sie mich ans Fenster geschleppt und mir zwischen die Beinchen gekuckt, sowas gehört sich doch nicht, oder was sagt Ihr da??? Und dann hat sie eigentlich nur noch geseufzt, mich auf die Waage gesetzt und mir dann ein kleines Heunestchen gemacht zum reinkuscheln ... hm ... was sie da wohl gesehen hat, dass sie seufzen musste? Dann ist sie gegangen und meinte noch zu mir ... "aber Hauptsache du bist gesund kleiner Mann" ... was denn sonst, klar bin ich gesund und hüpfe hinter Mama und Tantis her ... na hoffentlich packen die bald mal meine Spielkameraden aus, dass es lustiger wird. So, jetzt sag ich mal "Pfirtiiii", hab Hunger und muss Mama suchen gehen.

___________________________________________________________________

Der kleinen Milbemax macht gute Fortschritte Richtung Genesung und hat hoffentlich jetzt endgültig die Kurve gekriegt.

Heute wurde Nina Naseweiß reserviert, auch sie darf im Juli nach Nürnberg in eine große Gruppe ziehen und vielleicht wird es sogar noch eine dritte Vermittlung ins Frankenländle geben, ganz lieben Dank an Sabine Lechner & Co.

Und meine "Lieblingsfamilie" aus Starnberg hat sich gemeldet, sie haben schon zwei unserer Kaninchen ein wunderschönes Zuhause geschenkt und nun möchte Tochter Sabrina ihrem Meeripärchen noch eine kleine Freundin geben und kommt übernächstes Wochenende mal unseren Kindergarten besuchen.

Bei Sabina ist auch schon ein Teil der kleinen Nasen reserviert, hier sogar auch schon zwei von den Jungs, das freut uns natürlich sehr.

Das soll es für Heute gewesen sein, vielleicht schaffe ich es ja Morgen tatsächlich bis 7 Uhr in der Arbeit zu sein ... falls nicht wieder jemand "Möhp" sagt ;-)

05. Juni 2008 - Dachau-Notfall - TAG 15

Muig Muig Ihr Lieben,

wir mittlerweile 68 Dachau-Schweinchen wollten heute einfach nur ganz herzlich

DANKE

quieken, dass Ihr uns mit Euren Spenden so toll dabei helft, schnell gesund zu werden und tolle Zuhause zu finden.

Ein riesen "Danke-Muig" von

00-Ferkel
Alfreda Hitchpig
Apple & Cherry
Armani
Azzaro
Becky Biscuit
Bonnie Schwyler
Bruce Springschwein
Burberry
Camillo
Clementine
Escado
Gucci
Hugo der Boss
Indy
Janik
Jasper
Jerry
Jimmy
Joopi
Jossy
Juleps
Kiwi
Lichi
Luigi
Luna
Mandarine
Mariechen
Melba
Micki
Mike Melone
Mia Mäseschreck
Milbemax & Whiteness
Milli
Minni
Missoni
Miss Piggy
Molli Muffin
Mr. Bigback (Erwin)
Nektarine
Nina Naseweiß
Paulinsche
Penny-Pig
Pepone
Piggy Jagger
Pinette (Flocke)
Schokobiene
Schwein Marple
Schweinedame Wutz (das Himalaya-Mädl)
Schweia Adams
Selin
Sina
Sofia
Tammy
Tessi
Theobald
Theo Tomate
Tina Törtchen
Tini
Tom Tailor
Toni
Tupsi Turtle
Wawa
Ein paar fehlen noch in dieser Liste, aber auch die schicken ein riesen Danke-Muig an Euch !!!

07. Juni 2008 - Dachau-Notfall - TAG 17

Hier sind sie, die Babies, auf die wir schon seit 16 Tagen warten ... gestern saßen sie dann plötzlich einfach ganz gemütlich mit Mami Paulinsche unter der Hängematte und fanden es nicht mal schlimm herausgepflückt zu werden ... aber dumm sind meine Schweinibabies natürlich nicht und heute nehmen sie schon ganz tüchtig die Pfötchen in die Hand, wenn ich nur in die Nähe komme. Meine Jungsquote hat sich dadurch zumindest ein bisschen verbessert, denn dieses Mal ist ein zuckersüßes Mädi dabei, das ganz nach der Mama kommt.

Und das Beste ... die kleine Maus hat schon ein Zuhause gefunden, sie ist nun die Nr. 3, die nach Nürnberg reisen darf und wir danken Vroni ganz herzlich, dass sie ihr ein Plätzchen in ihrer Gruppe schenkt. Dafür wurde heute gleich das Bodengehege durch eine 2. Etage erweitert und Vroni übernimmt auch noch eine Kastrationspatenschaft für das Brüderchen, vielen lieben Dank.

Und das sind die zwei Wonneproppen:

Mädi Luna mit 104 Gramm


und Bubi Piccolino mit 96 Gramm

Somit könnte Mama Paulinsche nun auch in die Vermittlung einziehen, da sie ja in sieben Wochen abgegeben werden kann, aber ich habe ganz egoistisch beschlossen, dass Paulinsche erst dann gehen wird, wenn auch der kleine Piccolino ein tolles Zuhause gefunden hat ... man kann auch gerne Mama mit Söhnchen adoptieren.

10. Juni 2008 - Dachau-Notfall - TAG 20

Heute haben wir schöne Nachrichten von unseren ersten vermittelten Dachauern bekommen, die ja direkt nach der Kastration zu einem angehenden Tierarzt-Pärchen umziehen durften:

Hallo, ich wollte mich nur mal melden und sagen, dass es den beiden von euch vermittelten Meerschweinen ("Einäugige Olja" und "Justus Jonas") hervorragend geht. Die Kastrationswunde von Justus ist gut verheilt.
Ich hab letzte Woche ein Ultraschall von beiden gemacht, vor allen Dingen, um vielleicht ausrechen zu können wann Olja wirft und wie viele. Nach Absprache mit unserem Professor hatten wir auf einige wenige Tage getippt und wir konnten deutlich ein gesundes Baby sehen.

Und nun ist gestern unsere "Gundel" zur Welt gekommen. Da es ein Weibchen ist, würden wir sie gerne behalten. Ich baue gerade ein Außengehege, damit die drei, wenn schönes Wetter ist, auch mal ins Grüne können.
Vielen Dank für diese netten Tierchen
Grüße
Tom und Sandra




14. Juni 2008 - Dachau-Notfall - TAG 24

Heute hatte ich wieder Hilfe bei den Neuigkeiten, danke liebe Maren:

Wenn man so eine große Zahl an Meerschweinchen aus einem Notfall wie dem in Dachau übernimmt, sind kleinere und größere Folgeprobleme meist nicht ausgeschlossen. Die meisten Schweine aus Dachau waren zwar optisch in einem relativ guten Zustand, aber die Immunsysteme der kleinen Kerle scheinen eher nicht der Hit gewesen zu sein. So haben sich bei vielen der kastrierten Böckchen die Kastrationswunden entzündet. Das lag sicher nicht an einer schlechten tierärztlichen Behandlung oder Nachsorge, sondern eher an einem schlechten Immunsystem und vielen Keimen, die die Tiere noch aus den dreckigen Käfigen am Körper hatten.

So war bei den meisten Schweinen tägliche Kontrolle und Spülen der Wunden angesagt. Zum Glück haben die Pflegestellen ja meist eher Langeweile und nur auf eine solche Aufgabe gewartet ;)

Heute gibt es aber gute Neuigkeiten von den Jungs bei Maren: alle Wunden sind gut verheilt!!! Damit bleibt Mensch und Tier das tägliche Einfangen, nachschauen und behandeln erspart. Nun ist also genug Zeit, ein Vertrauenverhältnis zu den Tieren aufzubauen. Bisher waren sie -verständlicherweise- noch eher skeptisch, wenn die menschliche Hand in den Käfig kam. Nun bringt die Hand nur noch Futter oder frische Einstreu :-)

Und der kleine Jimmi hat's als erstes begriffen: Einfangen ist schon gar nicht mehr so schlimm und wenn man dann auf dem Arm ist schnüffelt man interessiert in der Gegend rum und genießt die Streicheleinheiten
:-) ... die anderen werden es sicher bald auch erkennen. Spätestens im neuen Zuhause.

Hier in Gauting gibt es mal wieder einen kleinen Neuzugang ... und in dieser Hinsicht bin ich ja gar nicht so schlecht, dies ist nämlich schon wieder ein Einzelkindchen und so schaffen wir es vielleicht doch noch ingesamt unter 100 Tieren zu bleiben, natürlich ohne die ca. 20, die wir direkt am Tag des Notfalls ins Tierheim Dachau bringen mussten.

Die nicht so schönen Nachrichten dieser Woche ... 6 Reservierungen sind geplatzt, in dem einen Fall wurde nun von Meerschweinchen auf Katze geändert und die andere Dame hat sich einfach anders orientiert, naja. Wir werden trotzdem weiterhin reservieren, wenn wir ein gutes Gefühl haben, ich weiß, dass dies viele Tierheime und Notstationen inzwischen ablehnen, aber wir haben weiterhin Vertrauen in unsere Interessenten und wurden, bis auf diese beiden Fälle, auch nie enttäuscht. Aber zumindest hat die Absage einer jungen Damen viel Freude gemacht, Sabrina aus Starnberg war nämlich schrecklich in Meerimädel Kiwi verliebt, nur war sie nicht schnell genug ... und ist nun natürlich happy, dass sie die kleine Maus jetzt haben kann und diese ein bisschen Leben in die Bude ihrer zwei eigenen Racker bringen wird.

18. Juni 2008 - Dachau-Notfall - TAG 28

Ein herzliches Dankeschön an unsere Frau Dr. Homeier, die nun auch noch nach drei Jungs und Schwein Marple, die sich auch als trächtig herausgestellt hat, heute Sorgenkind Milbemax bei sich aufgenommen hat. Sie sind wirklich großartig, DANKE!!!
______________________________________________________

Ausserdem gab es die letzten Tage viele neue Babies bei Sabina und mir, leider muss Sabina einige zufüttern, weil sie sehr leicht sind und auch hier sitzt eine kleine Sorgenschnute, Baby Amaryllis mit 46 Gramm und blutigem Durchfall, somit ist mein Betriebsausflug nach Prag am Wochenende storniert, aber ich hätte ja eh keine ruhige Minute.

Bevor ich mich auch gleich wieder verabschiede um noch eine Runde zu betüddeln, noch ein großes Dankeschön an Anja Schäfer, die Schweinchenherrn Lennox nun drei Wochen toll versorgt hat, bevor er gestern zu zwei lieben Damen umziehen durfte und nun von Sabina einen Kindergartenkäfig übernommen hat.

Danke Euch allen für Eure Anteilnahme und schon mal im voraus für's Daumendrücken für Milbemax, Amaryllis und die Zwerge von Sabina!

20. Juni 2008 - Dachau-Notfall - TAG 30

Amaryllis - 17. Juni bis 20. Juni 2008




Ein kleiner Engel macht sich leise
sanft auf seine letzte Reise
Schmerz und Angst zurückgelassen
grüne Wiesen, Blumenstraßen
Freunde, die mit offenen Herzen warten
Willkommen heißen in Liebe im ewigen Garten

Für Amaryllis von Thommy & Conny
22. Juni 2008 - Dachau-Notfall - TAG 32

Neuigkeiten aus Pilars Pflegestelle:

Heute gibt's mal wieder Neuigkeiten von Indy und Theobald

Nach ihrer 3-wöchigen Quarantäne und Milbenbehandlung durften sie vor wenigen Tagen in ein etwas geräumigeres Zuhause umziehen und leben jetzt in einem abgetrennten Teil von unserem Kaninchenstall auf dem Balkon. Dort haben sie nun etwas mehr Platz, auch wenn sie das nach wie vor nicht so nutzen wie sie könnten. Die beiden sind immer noch sehr sehr ängstlich und als ich sie gestern einfangen musste für den Umzug hat der kleine Indy jämmerlichst um sein Leben gequiekt. Nun sitzen sie auf dem Balkon und ängstigen sich vor jedem neuen Geräusch.

Dennoch haben wir auch positives zu berichten: Das Trockenfutter ist komplett eingestellt! Die zwei sind absolute Heuvernichter, sie fressen fast mehr als meine eigenen und das ist fast nicht möglich! Auch mit den meisten Frischfutterarten haben sie sich langsam aber sicher angefreundet und selbst der anfangs so skeptisch beäugte Brokkoli wird nun ratzeputz aufgefuttert. Und auch Löwenzahn, Giersch, Topinambur und alles was sich momentan sonst noch so draußen findet, wird super vertragen und in Windeseile inhaliert.

Für die beiden würde ich mir eine liebe Schweinegruppe oder jeweils eine mutige Dame wünschen, die ihnen ein wenig die Angst nimmt, die sie offenbar nicht los lässt.

____________________________________________________

Milbemax wurde seine eitrige Zehe samt Knochen und Umgebung nun herausoperiert. Leider ist das ganze schon bis ins Schultergelenk verschleppt. Aber wir wissen Milbemax bei Frau Dr. Homeier in den allerbesten Händen und sind super dankbar, dass er bei ihr bleiben darf, bis es ihm, hoffentlich, wieder gut gehen wird.

Auch die ersten Frühkastrationen sind gut über die Bühne gegangen und für nächste Woche stehen schon wieder einige Termine für unsere Jungspunde an.

Und leider gibt es auch wieder ein weiteres Sorgenkind, ein kleines Mädel von Sabina, die nur 44 Gramm wiegt und nun schon eine Woche alt ist, hat seit Heute Atemgeräusche, sie ist zwar aktiv und futtert auch fleißig bei Mama und am Heu, aber bei so einem Mickermädelchen kann es halt auch schnell umschlagen. Also ist Morgen wieder ein Tierarztbesuch auf Sabinas Plan ... wär ja auch langweilig nur mit Umzug, Renovierungsarbeiten, zwei Jobs und Diplomarbeit schreiben ;-) !!! Denkt ein bisschen an die Kleine, ich hab die Hübsche (und all die anderen Quieker) heute besuchen dürfen, und sie ist wirklich ein goldiges, kleines Geschöpf, das hoffentlich bald gesund und munter auf der Vermittlungsseite zu finden sein wird!

26. Juni 2008 - Dachau-Notfall - TAG 36

Jamie Bondie - 21. Juni bis 26. Juni 2008




Leider wieder eine traurige Nachricht, der kleine Jamie lag heute Abend tot vor seinem Häuschen, heute Morgen war noch soweit alles okay. Ich kann nur vermuten, dass auch er an den Folgen der Inzucht gestorben ist, das einzig äußerliche Merkmal war ein klein wenig geronnenes Blut in seinem Mäulchen, äußere Verletzungen gab es keine. Aufgefallen ist mir nur, dass er ein sehr ruhiges Baby war, allerdings war er ja auch der Erste, der in diesem Käfig zur Welt kam, seine beiden Tanten, die auch mit darin leben, sind noch trächtig. Leb wohl kleiner Quieker, wir hätten Dir von Herzen eine schöne Zukunft gewünscht, aber leider konnten wir nichts dazu tun.

_________________________________________________________________

Die guten Nachrichten dürfen wir aber auch nicht vergessen, Milbemax ist wieder "Zuhause", es geht ihm viel besser und da er so schrecklich einsam war, durfte er gestern wieder zurück zu Sabina und seiner Familie, vielen Dank Frau Dr. Homeier für die tolle Hilfe

Und auch Sabinas zweitem Sorgenschweinchen, dem 44-Gramm-Mädele geht es besser, die Erkältung verflüchtigt sich und sie futtert was das Zeug hält.

30. Juni 2008 - Dachau-Notfall - TAG 40

Im Moment haben wir sehr viele Anfragen, Beratungen und rundum viel zu tun. Diese Woche stehen wieder fünf Kastrationen bei unserem männlichen Nachwuchs auf dem Programm, Maren's armer Juleps hat einen Penisvorfall und mein Nepomuk einen Bluterguss am Beinchen, an letzterem waren aber ganz klar wir schuld und verwöhnen den kleinen Mann auch sehr schuldbewusst mit jeder Menge Löwenzahn und anderen heißbegehrten Leckerchen, weil der kleine Kerl beim Wiegen so gezappelt hat, dass es leider eine Bauchlandung gab ... ich weiß schon ganz genau, warum ich Meerschweinchen in der Regel nicht an kleine Kinder vermittle.

Milbemax hat vor Freude gepopcorned, als er endlich wieder zu seiner Familie durfte und ist endlich und hoffentlich endgültig auf dem richtigen Weg.

Den Babies ist es wohl hier draussen zu warm, daher verstecken sich noch alle in Mama's dicken Bäuchlein ... insgesamt erwarten wir nun noch ca. 10 x Nachwuchs.

06. Juli 2008 - Dachau-Notfall - TAG 47

In Gauting nimmt der Baby-Boom kein Ende, die nächsten drei kleinen Wuzels schauten mich heute Morgen aus großen Augen an, Mama 00-Ferkel kümmert sich rührend um ihre Töchterchen und hält die zwei Tanten noch mit Kniffen in den Popo auf Abstand, von den Babies gibt's noch keine Bilder, aber von der hübschen Mama, die somit auch in ca. sieben Wochen zu haben ist ;-))



Und somit habe ich hier jetzt über 50 Tiere in Gauting (inklusive meiner eigenen) und wenn mir noch mal jemand sagt, dass Notstationen mit einem Dauertierbestand von ca. 100 Tieren der Sache noch gerecht werden können, dann bezeichne ich ihn schlichtweg als Lügner. Ich weiß dass es solche Notstationen gibt und ich verurteile so etwas wirklich auf's schärfste! Ich tue wirklich alles mir menschenmögliche für die Tiere, aber man kommt einfach kaum mehr um die Runden, um bei jedem den Gesundheitszustand zu kontrollieren, vernünftig zu füttern (ohne Trockenfutter) und nebenbei auch noch die erforderlichen Tierarztbesuche zu absolvieren. Privatleben gibt es keines mehr und mehr als fünf Stunden Schlaf auch nicht. Ich spreche hier nicht von Notstationen, die solch einen Notfall erleben wie wir, sondern solchen, die, wenn ihr Bestand auf 80 Tiere abfällt sofort wieder auf die Suche nach "Nachschub" gehen, das sind Tatsachen, die für mich absolut nichts mehr mit Tierschutz zu tun haben.

09. Juli 2008 - Dachau-Notfall - TAG 50

Und das hier sind die Neuzugänge in Gauting, drei kleine, noch namenlose Mädels von Mamaschweinchen Mandarine


Das Gewicht liegt zwischen 53 und 57 Gramm, aber da muss man zufrieden sein, denn die Mama selbst ist mit 483 Gramm ja auch noch ein halbes Kind und vor allen Dingen, alle sind putzmunter und krabbeln schon eifrig umher.

Derzeit leben bei der Kleintierhilfe-München 93 Schweinchen !!!

17. Juli 2008 - Dachau-Notfall - TAG 58

Leider wurde bei Sabina wieder ein behindertes Baby geboren, der Kleine kann die Hinterbeinchen nicht bewegen, wir haben wenig Hoffnung, werden aber natürlich versuchen was möglich ist.

Und meine Pinette wird wahrscheinlich blind oder fast blind werden, die Linsen sind schon zu einem Drittel weiß und man kann bei der Verschlechterung zusehen. Ich saß gestern mit der kleinen Maus im Arm im Schweinchenzimmer und hab verzweifelt überlegt, was die Lösung sein wird ... behalten? Ich wollte nie eigene Schweinchen haben, weil mir dazu der Platz fehlt und es dann keine Pflegetiere mehr geben kann ... dann hab ich Sabine Lechner in Nürnberg angerufen, die Pinettes Mama Mitte August in ihre Gruppe nehmen wird. Sie meinte nur ziemlich trocken ... "Nein, Du kannst gar kein Schweinchen behalten, dann kommt die Kleine eben mit der Mama mit, dann kann sie sich an ihr orientieren und meinen Eigenbau stelle ich eh nie um, weil meine Bande das gar nicht mag" und so wurde Pinette nun ganz schnell zu "Flocke", denn in Nürnberg heißen kleine, weiße Fellknäule ja nun mal so und ich habe keine Zweifel, dass sie sich in der tollen Truppe von Sabine & Helmut und deren 9-Quadratmeter-Paradies einfach "sauwohl" fühlen wird, denn die Maus ist ein wahnsinnig lustiges und aktives Baby, keine Etage ist zu hoch zum raufklettern und ich glaube, dass ihr das alles auch ohne Augenlicht problemlos gelingen wird.
Das einzige was ich mich manchmal frage ist, wie wir dazu kommen so tolle Menschen zu finden, denen das Aussehen und eine Behinderung der Tiere völlig gleichgültig ist und die einfach nur mit dem Herzen entscheiden - DANKE!!!

Flocke (hier schon im neuen Zuhause)


Leider ist Sabinas Sorgenbaby, der kleine Frodo, noch am Donnerstag Abend gestorben. Seinem Schwesterchen geht es Gott sei Dank aber sehr gut und wenigstens um die brauchen wir uns keine Sorgen machen. Leider gibt es von Frodo kein Bild, weil Sabina im Umzugswirrwarr ihr Ladekabel noch nicht gefunden hat. Aber ich denke wir bedauern seinen Tod deswegen nicht weniger und wünschen ihm alle eine gute Reise in eine schmerzlose Zukunft, wo diese auch immer sein mag.

Seit gestern bin ich in Gauting um drei Schweinchen ärmer, was ich keineswegs bedauere ;-)) , und für die drei Quieker leuchtet die Zukunft in den rosigsten Farben, alle drei hat es ins Frankenländle verschlagen, Nina Naseweiß und Nektarine bereichern nun Carinas Truppe und die kleine Luna, das Töchterchen von Paulinsche, darf nun bei Veronika popcornen.

27. Juli 2008 - Dachau-Notfall - TAG 68

Sollen wir nun Jubeln oder eher Schluchzen, denn nun sind alle Dachau-Babies geboren und "unser" Notfall hat nun einen Gesamtumfang von 112 Meerschweinchen. Wir haben 65 Tiere aus Dachau mitgenommen und inzwischen kamen 47 Babies bei uns zur Welt, davon zwei Totgeburten und drei Babies sind innerhalb einer Woche gestorben, Frodo, Amaryllis und Jamie Bondie.

Wenn mir vor einem Jahr jemand erzählt hätte, dass so etwas auf uns zu kommt und wir das auch noch irgendwie schaffen, hätt ich ihm wahrscheinlich ein Vögelchen gezeigt ;-))
Ja, schaffen werden wir es bestimmt irgendwie, aber man merkt schon, dass jeder ein bisschen an seinen Grenzen ist. Schuld daran ist natürlich auch die Ferienzeit, in der so gut wie keine Anfragen kommen.

Im Moment drücken wir mal wieder Sabina mit ihrer Babyschar die Daumen, denn zu guter Letzt gab es einen 5-er-Wurf, 4 Jungs und ein Mädel und einer der Kleinen hat nur 31 Gramm, war dann sogar schon auf 29 runter, aber Sabina ist in dieser Hinsicht ja Kummer gewohnt und ein wahrer Päppelmeister, so hat das Zwerglein wieder 31 Gramm und hat heute das erste Mal beim Anlegen auch bei der Mama getrunken ... es wird uns wohl kaum einer ne Chance für den süssen Knopf geben, aber wenn's jemand schafft ihn groß zu kriegen, dann Sabina!!!

Ein paar Vermittlungen gab es in den letzten Tagen auch, leider kann ich keines der schönen Photos präsentieren, weil mein Laptop immer noch beim Doktor ist und mein Ersatzgeät keine Bilder mag ... wird alles nachgeholt.
Auf jeden Fall freuen wir uns über super Plätze für Tina Törtchen, die nun in München bei Kastrat Zeus und zwei lieben Gurkenschnibblern lebt. Die Vergesellschaftung war zum Kringeln, beide Schweinchen hatten so große Angst, dass sie sich wie ein Sandwich aufeinander in eine Korkröhre gequetscht haben und diese auch nicht mehr verlassen wollten. Nach 2o Minuten hab ich den Heimweg angetreten, denn es sah so aus, als ob die Beiden die Nacht in dieser Stellung verbringen wollten. Frauchen Daniela hat dann heute gemailt, dass man sich super versteht und Tina das Regiment übernommen hat. Kastrat Zeus ist trotz seines würdevollen Namens wohl eher die Sorte Warmduscher unter den Meerschweinchen, aber macht ja nichts, man hat sich lieb und das reicht :-)

Und dann durfte heute noch ein 3-er-Gespann bei mir ausziehen, Theo Tomate mit Clementine und Töchterchen Lotti Karotti. Sie leben jetzt bei lieben Meerianfängern in Weilheim, die keine Kosten und Mühen gescheut haben und einen tollen Stall samt großem, gesicherten Freilaufgehege, gebaut haben, in dem die Bande bestimmt Popcornen wird ohne Ende.

03. August 2008 - Dachau-Notfall - TAG 75

Das kleine Mickerle von Sabina hat es leider nicht geschafft und auch ein zweites Baby ist dort leider gestorben ... wir hoffen, dass nun mit sechs toten Tieren und zwei Totgeburten das Schlimmste vorbei ist.

Am Donnerstag wurden wieder drei Jungs kastriert und die haben es bestens überstanden und hüpfen wieder wie eh und je.

Und eine ganz tolle Nachricht, Sorgenschwein Milbemax, dem es nach der tollen Pflege bei Dr. Homeier blendend geht, ist ins neue Zuhause gezogen. Näheres darüber erfahre ich demnächst noch von Sabina und Ihr könnt es auf der Träume-Seite bald nachlesen. Auch ein paar andere Nasen durften umziehen und jedem von Ihnen wünschen wir alles Schweinchenglück der Welt, sie haben es verdient!

Auch ein paar neue Reservierungen gibt es, die Umzüge finden dann meist erst nach den Sommerferien statt, in denen ja bei vielen Leuten noch fröhliche Urlaubstage anstehen und auch Eigenbauten gebastelt werden.

11. August 2008 - Dachau-Notfall - TAG 83

Ein paar neue Reservierungen, wenig Vermittlungen, insgesamt ist es sehr ruhig in all unseren Pflegestellen, die Ferienzeit macht sich deutlich bemerkbar. Aber wir sind guter Dinge, denn die Tiere sind fast alle gesund und munter und manchmal klingelt ja doch noch das Telefon oder eine nette Email ist der Beginn einer schönen Vermittlung. So wird nun endlich Nemo nach vielen Monaten Ende August in ein schönes Zuhause ziehen und am kommenden Wochenende fahren Thomas & ich mit vier Dachau-Schweinchen im Reisegepäck nach Nürnberg.

24. August 2008 - Dachau-Notfall - TAG 96

Es gibt zum Glück viele neue Reservierungen, tolle Anfragen (leider auch sehr viele schlechte mit beratungsresistenten Menschen) und allein heute durften 5 Dachau-Schweinchen ihre neuen Zuhause beziehen. Und gerade bei mir hier in Gauting wird die Zahl der Tiere, wenn alles glatt läuft, innerhalb der nächsten drei Wochen von 54 auf 35 schrumpfen, was natürlich traumhaft wäre.

Ich habe hier auch noch einige Schweinchen, die noch gar nicht auf der Vermittlungsseite zu finden sind, allerdings halte ich diese nun auch bewusst zurück, da wir sonst keine Partnerinnen für unsere Jungs mehr haben ... also Mädelsgruppenhalter, wie wäre es mit einem schnuckeligen Kastraten, der den Weiberhaufen ein bisschen unter Kontrolle bringt ;-))

31. August 2008 - Dachau-Notfall - TAG 103

Diesen Brief habe ich von einem kleinen Dachau-Notfall-Schweinchen namens Theobald bekommen:



Hallo liebe Conny!
Ich bin's - der Theobald. Ich erzähl Dir mal das Neueste aus meinem Urlaub in Schwabing:
Ich bin verliebt! Sie heißt Paulinsche und Du kennst sie ja sogar. Du darfst uns jetzt also von der Vermittlungsseite nehmen.
So eine Single-Börse ist nämlich echt was Feines und in der heutigen Zeit eben die Methode Nummer eins, die Frau für's Leben zu finden. Von denen habe ich jetzt sogar zwei gefunden: eine mit zwei und eine mit vier Beinen.
Paulinsche hat mein Herz im Sturm erobert und ich werde von Tag zu Tag mutiger und fresse jetzt sogar der Urlaubstante aus der Hand und komme angeknattert, sobald ich sie sehe - das hab ich mir schon von meiner neuen Frau abgeguckt. Die ist eine richtige Raupe Nimmersatt und ich muss zusehen, dass ich auch was von dem lecker Essen abkriege.
Meine zweibeinige neue Freundin heißt Sabine und ist die große Schwester von der Urlaubstante. Die kam uns letzte Woche besuchen und Paulinsche und ich witterten gleich unsere Chance. Also haben wir uns ganz besonders gut benommen und haben gleich auf ihrem Schoß vor uns hin gefressen - das Eis war gebrochen und dann hat sie beschlossen, dass wir zu ihr ziehen dürfen, stell Dir vor! Auch mein angeknabbertes Ohr und Paulinchens schiefer Zahn haben sie nicht abgeschreckt. Bis zu unserem Umzug ins schöne Berchtesgadener Land dauert es nur noch ein paar Wochen, weil die neue Gurkenschnibblerin sich nicht lumpen lässt und uns eine eigene Villa mit viel Auslauf baut, damit wir uns so richtig sauwohl fühlen können hat sie gesagt ... und einen Garten gibt's da auch!
Bis dahin machen wir noch Urlaub in Schwabing und quieken munter durch die Gegend.
Wir danken Dir ganz fest, dass Du mitgeholfen hast, uns zu verkuppeln und wenn wir umgezogen sind, sag ich dem Frauchen, sie soll Dir noch ein paar Bilder von unserer neuen Heimat schicken!
Liebste Grüße;
Theobald und Paulinsche




22. September 2008 - Dachau-Notfall - TAG 125

Inzwischen haben sich viele traumhafte Zuhause gefunden. Wir alle freuen uns mit jeder der kleinen Nasen, die wir zu lieben Menschen in schöne Eigenbauten bringen dürfen und immer mehr davon lassen sich auch davon überzeugen wie schön ein Eigenbau und auch die Meerschweinchenhaltung in einer Gruppe ist. Natürlich ist die Vermittlungsseite noch immer sehr gut gefüllt, aber es geht doch deutlich aufwärts!!!

02. Oktober 2008 - Dachau-Notfall - TAG 135

Wenn Ihr einen Blick auf die Vermittlungsseite werft, speziell zu den Meerschweinchen, dann seht Ihr selbst, was in den letzten Tagen geboten war ... Anfragen, Anfragen, Anfragen und noch dazu einfach super gute und wir alle freuen uns auf die bevorstehenden Vermittlungen.

Bis auf
Tupsi Turtle sind alle Dachau-Notfall-Weibchen reserviert, außer drei Damen, die noch bei mir in Gauting sitzen und die auch erst in der Vermittlung erscheinen, wenn die dazu gehörigen Jungs schöne Zuhause gefunden haben, was natürlich länger dauert als bei den Mädels, da wir ja nicht in Boygroups, sondern nur in Haremshaltung vermitteln.

Aber letztlich konnten wir dieses Jahr schon über 130 Tieren zu einem schönen Zuhause verhelfen, für einen Miniverein wie uns ist das doch gar nicht schlecht.

Aber bitte nicht falsch verstehen, uns geht es nicht um Quoten, wir sagen auch 10 x Nein, wenn der Platz nicht unseren Vorstellungen entspricht und keine Bereitschaft besteht, etwas zu ändern, aber viele Menschen wollen ja auch das beste für ihre kleinen Mitbewohner und sind bisher nur nicht richtig informiert worden und sind dankbar um vernünftige Informationen und setzen diese mit Feuereifer um.

27. Oktober 2008 - Dachau-Notfall - TAG 160

Gerade kam ein positiver Anruf, unsere Dachauer Jasper und Tupsi Turtle werden am Donnerstag in einen schönen Eigenbau zu einer 8-jährigen Schweinchenwitwe ziehen dürfen.

_________________________________________________________________

DAS TÄGLICHE LEIDEN (Ostermünchen 2007)

Tierschützer kennen solche Bilder, aber ich finde es wichtig, dass auch "normale Menschen" sehen, wie das tägliche Leid vieler Kleintiere so aussieht.

Die Familie, in deren Garten dieses Gehege steht hat Nachbarn, hat Freunde, bekommt bestimmt ab und an mal Besuch ... warum dauert es so unendlich lange, bis Jemand den Mumm hat zu handeln??? Warum verschließen wir die Augen und schlafen dabei anscheinend auch noch gut, statt an der Haustüre solcher Menschen zu klingeln, statt im Freundes- oder Bekanntenkreis ehrliche Worte zu sprechen, noch besser Taten sprechen zu lassen ... warum sehen wir einfach nur zu???

Die in diesem Fall betroffenen 27 Meerschweinchen und das eine Kaninchen, die mit leeren Nippeltränken, ohne Futter, ohne Einstreu und vernünftige Unterschlupfmöglichkeiten und sich endlos vermehrend dahinvegitieren müssen, ganz davon abgesehen, dass dieses Gehege überhaupt nicht gesichert ist und es an ein Wunder grenzt, dass nicht längst die Marder sich den Bauch vollgeschlagen haben, können von Glück sagen, dass dieser Winter es so gnädig mit uns meint, denn beim nächsten strengen Frost wären die meisten von ihnen tot gewesen.

Zum Glück hat endlich doch jemand zum Telefonhörer gegriffen und den Tierschutz benachrichtigt und durch das schnelle Handeln einer engagierten Tierschützerin wurden alle 27 Meerschweinchen befreit. Das Kaninchen ist leider immer noch dort.

Aber lassen Sie doch einfach mal die Bilder auf sich wirken:

Blumentopfuntersetzer für Wasser oder Futter, die total verdreckt und leer sind:





Nippeltränken ohne Wasser:


Ein Kaninchenstall ohne Streu, Heu, Stroh ... nur der eigene Mist

Das Fässchen als Unterschlupf, eigentlich in einem "normalen" Gehege eine feine Sache, aber hier gibt es so gut wie nichts anderes und der Wind pfeift ungehindert von beiden Seiten durch


Auf dem Gehege nur das dünne Vogelnetz, keinerlei Schutz vor Räubern wie Mardern

WARUM MUSS ES IMMER SO WEIT KOMMEN???

Übrigens hat sich die "IG Mensch und Tier" diesem Notfall angenommen und engagiert gehandelt, die Tiere wurden am Abend des 02. Januar 2007 alle von dort befreit und am 04. Januar 2007 komplett beim Tierarzt vorgestellt, behandelt soweit dies notwendig war und alle Jungs wurden kastriert. Dank schneller und unkomplizierter Zusammenarbeit sind jetzt alle Tiere gut in Pflegestellen untergebracht.

Nachtrag Dezember 2007: Nun ist bald ein Jahr vergangen, bei uns sitzen noch immer zwei dieser Notfallschweinchen in der Vermittlung, nämlich Pina und Meerine. Alle anderen haben gute Plätze gefunden, die meisten Weibchen waren trächtig und ein Baby ist bei uns leider an den Inzuchtfolgen gestorben, die anderen haben es zum Glück geschafft, die Böckchen wurden kastriert und alle Babies haben ein schönes Zuhause gefunden.
____________________________________________________________________________________________________________