Reinigung vom Käfigen, Gehegen und Zubehör

Eigenbau / Gehege - Einrichtungsideen und Spielzeug

Nützliche Dinge bei IKEA

Sommerhitze

Transport von Tieren



Reinigung von Käfigen, Gehegen und Zubehör

Urinstein
(Pipiflecken)
lässt sich hervorragend und einfach mit Essigessenz aus dem Supermarkt oder Zitronensäure entfernen. Ein paar Essigessenztropfen auf die Stelle geben, bei Bedarf etwas Wasser dazu, mit einer alten Spülbürste kurz darüber fahren, bei hartnäckigen Flecken etwas einweichen lassen - weg ist der Fleck. Natürlich muss dann mit klarem Wasser nachgespült werden.

Desinfektion
ist im Normalfall nur bei ansteckenden Krankheiten nötig, sonst reicht normale Reinigung. Kokzidien z.B. tötet man zuverlässig mit kochendem Wasser ab. Hitze ab 80 Grad macht den Kokzidien den Gar aus. Holzhäuschen kann man nach gründlicher Reinigung im Backofen bei 100 Grad desinfizieren.

Tränkeflaschen / Nippeltränken
reinigt man am Besten regelmäßig mit heißem Wasser und einer Flaschenbürste. Das Metallröhrchen kann man in Essigwasser einweichen und dann das Röhrchen mit einem Wattestäbchen oder einem Minirundbürstchen gut reinigen. Auch hier muss man dann gründlich mit klarem Wasser nachspülen. Bewährt hat sich auch Zitronensäure (sieht aus wie normaler Kristallzucker). Hierzu füllt man ein wenig in die Flasche ein, füllt WENIG Wasser hinzu, schraubt den Verschluss mit dem Röhrchen wieder auf und schüttelt so lange kräftig bis sich die Kristalle aufgelöst haben. Danach wieder gut nachspülen und alles ist blitzblank. Eigenbauten / Gehege - Einrichtungsideen

Käfige sind für bewegungsfreudige Tiere wie Meerschweinchen meist zu klein, für Kaninchen sind sie keinesfalls akzeptabel, werden aber Dank des zu erzielenden Profits noch immer empfohlen. Für Meerschweinchen kann man die Fläche jedoch leicht vervielfältigen, indem man mehrere Käfige miteinander kombiniert.

Bei vielen Käfigen lassen sich die Seitenteile hochklappen.
Wenn man mehrere Käfige mit hochgeklappten Seiten aneinander stellt, hat man also einen Durchgang geschaffen. Für ältere oder nicht sehr sprungfreudige Tiere bietet sich ein Übergang aus Weidenbrücken oder Ziegelsteinen (auf jeder Seite) an. Bei den Ziegelsteinen hat man noch den positiven Nebeneffekt, dass sich die Krallen abschleifen. Alte Käfige kann man auch einfach ausschneiden, um somit ebene Flächen (= Rennflächen) zu schaffen.

2. Etage statt Häuschen
Häuschen nehmen viel Platz im meist eh schon zu kleinen Käfig weg. Hier bietet sich eine 2. Etage an. Für 1-3 Euros findet man oft in den Restekisten der Baumärkte Holzbretter. Bitte nur Sperrholz, Vollholz oder Duplex nehmen, beschichtete oder unbeschichtete Spanplatten sind nicht geeignet. Damit man das Brett befestigen kann sollte es z.B. bei einem 120 x 60-Käfig ca. 65 cm lang sein. Dieses Brett fädelt man zwischen die waagrechten Gitterstäbe ein. Da, wo ein senkrechter Stab im Weg ist sägt man mit der Stichsäge einen Schlitz. Damit das Einfädeln auch richtig funktioniert müssen die Schlitze auf der einen Seite tiefer gesägt werden als auf der anderen Seite. Für Meerschweinchen wird das Brett ziemlich genau über der Kunststoffschale angebracht, so dass sie darunter eine Höhle haben. Das Brett wird zur zusätzlichen Ebene und die Lauffläche ist nicht durch ein Häuschen verstellt.

Wenn der Käfig senkrechte Stäbe hat oder es sonst nicht möglich ist, wie z.B. im Terrarium usw., kann man auch gut unter die Holzbretter Füße schrauben (eine Schraube von oben durch das Brett und Stücke von Zweigen oder Dachlatten dran schrauben), fertig ist der "Tisch", der eine gute Etage abgibt.

Tunnel für Meerschweinchen und Ratten
Im Baumarkt gibt es Tonröhren die eigentlich übereinander gestapelt als Weinregal gedacht sind. Diese Tonröhren eignen sich gut als Tunnel für Kleintiere. Guter Nebeneffekt, beim Durchlaufen schleifen sich die Krallen ab, so dass sie weniger oft geschnitten werden müssen.

Alte Wäschekörbe, aus denen man den Boden schneidet, werden als Höhlen, Tunnel und Verstecke gerne angenommen:



Zweige
Apfel, Birne, Haselnuss, Ahorn, Esche, Buche, Pappel, Weide, die im Herbst bei der Gartenpflege geschnitten werden, kann man, mit den Blättern dran, aufheben und während des Winters als Knabberhölzern anbieten. Die getrockneten Blätter werden meist mit Begeisterung verspeist und das Holz angeknabbert.

Natürlich kann man auch unterm Jahr frische Zweige mit Blättern daran reichen. Es befriedigt den Knabbertrieb.

Einstreu
Statt Stroh oder Holzpellets kann man auch gut die häufig in Baumärkten angebotenen Heizpellets nehmen. Sie sind genauso gut, genauso unschädlich, nur billiger. Holz- oder Heizpellets sind sehr gut als Streu für Kaninchentoiletten geeignet.
Wer die herkömmlichen Späne bevorzugt, bekommt diese als Pferde- oder Nutztierstreu in großen Packungen günstiger. Bitte keinesfalls herkömmliches Katzenstreu verwenden!!!

Häuschen
Ganz normale Tonblumentöpfe kann man sehr gut zu Häuschen für Hamster und Mäuse umarbeiten, hierzu bricht man einfach ein Stück in der passenden Größe als Eingang raus, feilt die scharfen Kanten und klebt einen dekorativen Stein auf das Loch - umdrehen, fertig ist das Häuschen.

Sehr natürlich sehen auch Kokosnussschalen, die man mit einem Eingangsloch versehen hat, aus.

Saubere Eierkartons werden von Hamstern und Mäusen auch sehr geliebt.

Hamsterwatte kann die Gliedmaßen abschnüren oder die Backentaschen verstopfen. Als guter und billiger Ersatz eignet sich ungefärbtes Toilettenpapier bzw. Küchenrolle.

Wenn man noch eine Fliese umgedreht (mit der Glasurseite nach unten) in den Käfig/Gehege legt, dient das der Krallenpflege, beim Drüberlaufen werden die Krallen etwas (ähnlich einer Nagelfeile) abgeschliffen.

Baumstücke sind hervorragend für Kaninchengehege geeignet. Man stellt sie in der richtigen Größe vor den Stall. Die Kaninchen benutzen sie dann als Zwischenstufe, um in den Stall zu kommen, sollte dieser zu hoch sein. Das sieht natürlich aus und ist in der Regel ausreichend. So spart man sich den Bau einer Leiter.



Nützliche Dinge bei IKEA

Das schwedische Einrichtungshaus hat nicht nur "Menschensachen" zu bieten, auch für unsere Kleintiere kann man da gut einkaufen.



BLIMP Wie man auf dem Photo sieht ist Blimp eine äußerst begehrte Behausung.
Irena's Liza fühlt sich hier "saumäßig" wohl ;-))



SLUGIS-Boxen sind sehr gut als Kaninchentoiletten . Sie sind günstiger und stabiler als Katzenklos.

FÖRVAR-Dosen eignen sich, ohne Deckel natürlich, sehr gut als Hamstersandbad, so bleibt der Sand dort wo er hingehört und wird nicht über den ganzen Käfig verteilt. Bitte nur Chinchillasand verwenden. Quarzsand oder Vogelsand schädigt die Haarstruktur.

FÖRHÖJA-Besteckkasten kann man gut zu einem Hamster/Mäuselabyrinth umarbeiten in dem man einfach in die Zwischenstege und in die Außenwand Löcher sägt. Bei Zwerghamstern soll das Loch mindestens 5 cm und bei Goldhamstern mindestens 7 cm im Durchmesser betragen.

BYGEL-Drahtkörbe geben gute Heuraufen ab.

SIGNE-Teppiche sind sehr gut für Innengehege geeignet.
Einfach einen günstigen PVC zum Schutz des Bodens, dann ein Zaun drum rum und ein paar Signe-Teppiche und andere Inneneinrichtung rein - fertig ist das Innengehege. Das Beste, Signe-Teppiche kann man bei 90 Grad in der Waschmaschine waschen, allerdings sollte man sie zur Schonung der Waschmaschine in einen alten Bettbezug/Kopfkissenbezug tun, damit sich evtl. durch Anknabbern gelöste Baumwollfäden nicht in der Fremdkörperfalle der Waschmaschine verhaken.



Sommerhitze

Uns Menschen macht die Sommerhitze schon zu schaffen, aber wir können uns bis zu einem gewissen Grade ausziehen, Tiere können das nicht. Darum leiden gerade Kaninchen und andere Kleintiere, die sich in freier Natur in ihre kühlen Bauten zurückziehen würden, besonders. Schatten und frisches Wasser muss natürlich immer angeboten werden. Zusätzlich hier ein paar Tricks:

Ein Fliese, alte Marmorplatten oder ähnliches schaffen an heißen Tagen Abkühlung. Bewährt hat sich auch eine Kunststoffflasche, die man mit Wasser füllt und einfriert. Dann aber bitte eine Handtuch darum wickeln. Die Tiere werden sich dann zur Abkühlung an die Flasche kuscheln.



Transport von Tieren

Jedes Mal, wenn ich mal wieder bei meiner Tierärztin bin fällt mir Folgendes auf:

Die Hälfte der im Wartezimmer sitzenden Tierbesitzer transportiert ihr Kleintier unzureichend.

Beispiele:

Der Einkaufskorb:
Im Einkaufskorb sitzt ganz verschüchtert ein Kaninchen, ein Meerschweinchen oder sonst ein Tier. Der Korb ist von oben nicht gesichert. Ich frage mich oft wie die Leute den Korb im Auto transportieren und was passiert, wenn sie doch mal scharf bremsen müssen ...
Das Tier fliegt durch den Fahrgastraum und kann dadurch schwere Verletzungen erleiden, gar nicht zu reden von den Folgen, wenn der Fahrer dann abgelenkt ist und evtl. einen Unfall verursacht.
Im Wartezimmer angekommen, kann es dann passieren, dass das Tier angesichts der dort wartenden Hunde erschrickt und flüchtet. Das Ergebnis ist ein Chaos, welches sich hätte vermeiden lassen können.

Schlimmer als der Einkaufskorb:
Das Tier einfach unter den Arm geklemmt: Ist extrem unverantwortlich und eine Steigerung vom Einkaufskorb!!!!
Die Chance, dass das Tier verloren geht ist enorm groß.

Geschlossene Weidentransportkörbe:
Vorteil: Das Tier ist relativ sicher. Nachteil: Die Verschlüsse gehören oft nicht zu der stabilsten Sorte und, sie sind nicht wasserdicht. Leider pieseln viele Tiere aus Angst - oder sie müssen einfach. Der Urin läuft dann sehr schnell durch. Das ist besonders für den nächsten Wartenden nicht angenehm, wenn er sich auf ein nasses Polster setzt. An herausstehenden Weidenenden kann sich das Tier verletzen.

Pappkarton:
Auch die sind nicht pieseldicht und werden von Kleinnagern (Hamstern, Mäusen etc.)leicht durchgenagt. Das Tier läuft dann frei im Auto herum und kann dadurch sich, den Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer in große Gefahr bringen.

Leine:
Leinen sind für Kaninchen, Meerschweinchen, Katzen, Frettchen usw. gefährlich. Sie können sich selber strangulieren, fühlen sich ungeschützt und bringen sich und den Fahrer in Gefahr.

Der ganze Käfig:
Manche Leute bringen ihr Tier gleich im Käfig. Vorteil: Das Tier ist eingesperrt und kann nicht entfliehen. Nachteil: Durch die Grösse des Käfigs kann das Tier bei einer Bremsung herumgeschleudert werden und sich dadurch verletzen. Ausserdem ist er sehr sperrig und dadurch umständlich im Handling.

Das einzig Sinnvolle sind Transportboxen aus Kunststoff
Sie sind dicht, ausbruchsicher, das Tier fühlt sich geborgen da sie einen "höhligen" Charakter hat. Eine Transportbox sollte ausreichend gross sein und mit einer saugfähigen Einlage (Handtuch oder ähnlichem) versehen sein. Besonders praktisch sind die Boxen die sich zusätzlich auch von oben öffnen lassen.

An heissen Tagen oder längeren Strecken sollte man auch an Wasser und Heu denken!
Es kann leicht sein, dass man im Stau steht oder sonst was dazwischen kommt. Auch sollte man seine Einkäufe dann erledigen, wenn man kein Tier dabei hat.
Dass das Radio nicht bis zum Anschlag aufgedreht ist versteht sich von selbst.
Beim Tierarzt angekommen das Tier bitte nicht im Wartezimmer aus der Box nehmen. Das bedeutet zusätzlichen Stress für sich und andere Tiere (Hunde etc.) ausserdem besteht die Gefahr, dass es entwischt. Am Besten stellt man die Transportbox auf den Boden mit der Öffnung so, dass es die anderen Tiere nicht sieht.