Die Gnadenhoftiere der Kleintierhilfe München

Auf dieser Seite möchten wir unsere Gnadenhoftiere vorstellen. Natürlich ist unser primäres Ziel bei jedem Tier das wir aufnehmen die Vermittlung, aber manchmal machen besondere Umstände, meist chronische Krankheiten, die lebenslange Medikamente erforden, dies unmöglich. Diesen Tieren bieten wir ein Plätzchen auf Lebenszeit in einer unserer Pflegestellen.

Manche unserer Tiere haben das große Glück besonders liebe Menschen zu finden, die dabei helfen, zumindest die Kosten für Tierarzt und Medikamente zu tragen, sei es durch eine einmalige Spende oder durch eine Patenschaft. Wenn auch Sie eines unserer Gnadenhoftiere unterstützen möchten, schicken Sie uns eine Mail. Natürlich bekommen Sie von Ihrem "Patenkind" dann regelmäßig Post und Fotos.


Gnadenhofkaninchen Hula, Banjo, Henry und Lago

Meerschweinchen Puschel



In Memory: Meerschweinchenoma Schecki

In Memory: Meerschweinchenoma Momo

In Memory: Gnadenhofkaninchen Jason

In Memory: Meerschweinchen Marcellino

In Memory: Gnadenhofböckchen Benji

In Memory: Meerschweinchen Orlanda

In Memory: Meerschweinchenoma Misty

In Memory: Meerschweinleichtgewicht Fluffy

In Memory: Kaninchen Dix und Bo

In Memory: Gnadenhofschweinchen Elfie

In Memory: Gnadenhofschweinchen Lotte

In Memory: Meerschweinchen Marie

In Memory: Gnadenhofschweinchen Babsi Banane

In Memory: Gnadenhofschweinchen Öma Mini

Zuhause gefunden: Blindschweinchen Floh

In Memory: Gnadenhofschweinchen Hera

In Memory: Gnadenhofschweinchen Johanna

In Memory: Gnadenhofschweinchen Ferkel

In Memory: Gnadenhofschweinchen Sammy

In Memory: Gnadenhofkaninchen Mömmes

In Memory: Gnadenhofkaninchen Turbo

In Memory: Gnadenhofschweinchen Strolchi

In Memory: Gnadenhofkaninchen Yuma

In Memory: Gnadenhofschweinchen Wuki

In Memory: Gnadenhofkaninchen Mokka

In Memory: Gnadenhofschweinchen Cola

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Puschel kam von einer Familie zu uns, die uns schon sehr oft mit schwierigen oder alten Tieren geholfen hat, egal ob Meerschweinchen oder Kaninchen. Doch nun soll zumindest bei den Meerschweinchen mal eine kleine Pause sein und da Oma Puschel nicht alleine bleiben sollte kam sie nun zu uns. Bei Birgit in Dachau hat sie einen schönen Altersgnadenhofplatz gefunden und lebt dort mit unserem Eddy und seiner Freundin Berta zusammen. Im Winter in einem großen Innengehege und den Sommer verbringt das Trio draußen im schönen gesicherten Gartengehege.






Banjo, Henry, Lago und Hula (v.l.n.r.)



Hulas Paten: Familie M. - Banjos Patin: Anja N. - Lagos Patin: Mirja B. - Henrys Patin: Tanja H.

Die Geschichte von Hula und Banjo beginnt damit, dass Banjo bei uns abgegeben wurde. Damals dachten wir uns noch nichts "böses" und nahmen den kleinen Kerl auf, um ihn möglichst bald weiterzuvermitteln. Als er hier ankam hatte er eine leichte Entzündung am Auge und seine Vorbesitzerin Anja erzählte uns, er habe das schon eine ganze Weile, man finde aber keine Ursache. Auch wir begaben uns noch mal auf Ursachenforschung, doch diverse Tierärzte wussten keinen Rat, egal was wir versuchten, das Auge tränte immer wieder. Also gaben wir uns letztendlich geschlagen und versuchten dennoch, ihn zu vermitteln. Bei uns lebte er mit einem Mädel zusammen, aber leider verstanden sich die beiden nur mäßig, immer wieder fanden wir kleinere Kratzer an einem der beiden. Glücklicherweise mussten wir nicht sooo lange warten, da kam eine sehr schöne Anfrage und wir vermittelten Banjo. Doch das Glück war nicht von Dauer. Nachdem die beiden sich schnell angefreundet hatten, kam plötzlich der große Krach und die beiden zerlegten sich ordentlich. So ordentlich, dass er eine große Wunde am Hinterlauf davontrug und das Mädel sogar operiert werden musste. Verständlicherweise wollte man keinen neuen Versuch starten, die beiden nach Genesung erneut zu vergesellschaften, also kam Banjo zurück. Da das Außenpflegetiergehege zu diesem Zeitpunkt bereits neu besetzt war, musste der kleine Kerl nach drinnen umziehen, was jedoch einen positiven Effekt hatte: seine Augen tränten plötzlich nicht mehr. Offenbar ist er schlichtweg sehr empfindlich und verträgt keinerlei Zug auf den Augen, denn seit er drinnen lebt, hatte er keine Probleme mehr. Es stand also rasch fest, dass er nur noch für ein Zuhause mit Innenhaltung in Frage kam und nachdem er auch mit zwei dominanten Häsinnen nicht klargekommen war, waren wir auf der speziellen Suche nach einer unterwürfigen Partnerin für ihn. Die Suche sollte sich hinziehen.
Bis eines Tages Hula zu uns kam. Wir hörten das erste mal von ihr, als man uns anrief, dass bei einem Tierarzt ein Kaninchen zurückgeblieben war, das schwer an e.c. erkrankt war. Anfangs hatten wir keine Kapazität zu helfen und versuchten mit Beratung weiterzuhelfen so gut es ging, doch nachdem wochenlang nichts erreicht wurde, nahmen wir auch Hula auf. Gesagt, getan. Als sie hier ankam, ging es ihr sehr, sehr schlecht. Der Stress des Umzugs hatte ihr sehr auf die Gesundheit geschlagen, sie konnte kaum ein paar Schritte hoppeln, ohne umzufallen, kugelte und drehte sich, es war ganz schlimm. Wir starteten eine erneute Behandlung und nach einigen Wochen ging es ihr soweit, dass sie einen Partner bekommen konnte. Der 14-jährige Joschi wurde ihr Kumpel und die beiden waren wenige Monate sehr glücklich miteiander, bis Joschi verstarb. Da hieß es, ein neuer Partner muss her und nach einigen Umwegen fiel die Entscheidung auf Banjo, der nun schon fast ein Jahr auf ein Zuhause wartete und für den einfach keine Anfrage kam. Und offenbar sollte es so sein, denn die beiden einander vorzustellen, war die allerbeste Entscheidung überhaupt. Banjo war vom ersten Augenblick so unfassbar lieb zu Hula und hat nicht ein einziges Mal ihre körperliche Unterlegenheit ausgenutzt, im Gegenteil. Er ist das liebste und sanfteste Wesen, das man sich vorstellen kann und die beiden könnten nicht glücklicher zusammen sein. Offenbar hatte der kleine Kerl einfach nicht vor, hier noch einmal auszuziehen und hat mit Hula auf seine Traumfrau gewartet. Was sollen wir also sagen? Happy End! Und vielen Dank an unsere lieben Paten, die uns helfen, Hula mit den entsprechenden Medikamenten und Banjo mit dem nötigen Nagematerial zu versorgen, das er braucht, um zu kompensieren, dass er nicht mehr draußen wohnt, der kleine Biber...

Lago kam im Herbst 2014 zur Kleintierhilfe. Er wurde von Spaziergängern auf einem Sportplatz gefunden und bei unserer Tierärztin abgegeben. Damals wog er grade mal 600 g und war kaum eine Handvoll Kaninchen. Er war völlig abgemagert und von so vielen Zecken übersäht, dass es mehrere Tage dauerte, sie zu entfernen.
Er muss schon eine ganze Zeit lang allein draußen unterwegs gewesen sein. Zuerst war er nicht weiter auffällig, nur noch zu klein zum Kastrieren, aber nach einiger Zeit merkten wir, dass er unheimlich langsam wächst. Über Wochen hat er kaum zugenommen und jedes Mal, wenn ein paar Gramm dazu kamen, wurden es kurz drauf wieder weniger. Auch die Kastration war über Wochen unmöglich, einfach, weil er zu klein war und nichts "da war", was man hätte kastrieren können. Schon ein paar Tage nach seinem Einzug in der Pflegestelle aber, war klar, dass es nicht sein darf, dass ein so kleiner Kerl ganz alleine sitzt. Da es schon zu spät war, um einen so kleinen Kerl noch nach draußen zu setzen, blieb nur eine Wahl: die Gnadenhofkaninchen Hula und Banjo. Da Hula kastriert ist, war die Vergesellschaftung diesbezüglich unbedenklich, allerdings hat Hula ja schwer e.c. und wir wussten nicht, wie sie den Stress wegstecken würde. Dennoch gingen wir das Risiko ein, damit Lago die Chance auf eine vernünftige Sozialisierung bekommen konnte. Und siehe da, es klappte hervorragend. Banjo musste einen Tag lang klarmachen, dass er der Herr im Haus ist, Hula wurde aus diesen Reibereien jedoch völlig herausgehalten. Und der kleine Lago hängte sich sofort an seinen neuen "Ziehpapa". Seitdem bilden die drei ein wunderschönes Trio, das jeden Tag noch mehr zusammenwächst. Und nicht nur das, auch Lago wächst und gedeiht, wenn auch langsam. Nach drei Monaten in der Pflegestelle hat er endlich die 1000 g-Marke geknackt, die Kastration konnte mittlerweile auch durchgeführt werden und der Kleine ist glücklich und fidel. Noch gestaltet sich sein Wachstum langsam und wir mutmaßen, dass die Zeit als Winzling in der Wildnis, die viel zu kurze Zeit, die er bei seiner Mama war, die fehlende Muttermilch (die Kaninchen bis zu einem Alter von 12 oder auch 16 Wochen trinken, wenn sie können) und die karge Ernährung über Tage hinweg, ihren Tribut fordern und der kleine Körper noch immer aufholt, was er entbehren musste. Dies und auch die Tatsache, dass er sich in seiner Ziehfamilie so wohl fühlt, hat uns entscheiden lassen, dass er bleiben darf und sein Plätzchen bei der Kleintierhilfe sicher hat. Ein großes Dankeschön geht hier an Lagos Patentantchen Mirja und natürlich auch ihren Freund Flo, der die tolle Idee hatte, die Patenschaft zu Weihnachten zu verschenken. Klasse gemacht!

Henry kam im Sommer 2014 zur Kleintierhilfe München, eigentlich als vermeintlich gesunde Vermittlungskaninchen mit 4 Kumpels. Er und seine Schwester fielen sofort auf, da sie völlig kaputte Zähne hatten. Das Schwesterlein hatte schon diverse Abszesse am Kiefer und nachdem ein Röntgenbild nur Katastrophales ans Licht brachte, entschieden wir, sie sofort einzuschläfern, um ihr jedes weitere Leiden zu ersparen. Henry hatte mehr "Glück im Unglück". Er hatte "nur" schiefe Vorderzähne, die so übereinanderstanden, dass er nicht fressen konnte. Unsere großartige Tierärztin wollte ihn aber nicht abschreiben, sondern versuchen, ob man die Zähne nicht begradigen könnte. Sie schnitt im 10-Tage-Takt die Zähne so, dass die kurzen unteren Schneidezähne, die längeren oberen Schneideäzähne nach außen drückten und tatsächlich nach fast einem Jahr wurden die Zähne immer besser! Heute muss Henry nur noch alle paar Monate zur Zahnkorrektur, aber natürlich bedarf er besonderer Beobachtung und da er lange Zeit kaum fressen konnte, wurde er in unsere Gnadenhoftruppe integriert. Heute lebt er sehr glücklich, insbesondere mit seinem Kumpel Lago, aber auch Hula und Banjo in einem zufriedenen Quartett. Wir hoffen, dass seine Zähne noch lange halten, immerhin war er zum Zeitpunkt seiner Aufnahme erst 1 Jahr alt. Leider ist er ein Stinkaninchen, hat damit hohle und besonders empfindliche Knochen, und wir müssen schwer hoffen, dass er nie Zahnabszesse bekommt, da eine OP aufgrund der brüchigen Knochen nahezu aussichtslos ist.

Danke an Tanja, die nach Jason Henry zu ihrem Patenkaninchen erkoren hat! Du bist großartig!




Meerschweinchen Schecki( *2010 - t 22. Juli 2016)

Paten: Sarah S.



Schecki kam im März 2016 mit ihrem Kumpel Blacky zu uns. Leider hatte sie riesige Eierstockzysten und dazu kam dann auch noch ein großer Blasenstein. Wir konnten der bezaubernden Maus leider nicht mehr schenken als noch ein paar gute Monate mit Gartenbesuchen und jeden Tag vielen Leckerchen von Wiese und Bioladen. Danke an ihr Patentantchen Sarah, die uns bei Medikamenten und Tierarztkosten so toll unterstützt hat und die auch mal zu Besuch gekommen ist, was uns immer sehr freut.






Meerschweinoma Momo( *23.09.2008 - t 26. Februar 2016)

Paten: Sarah S.



Das alte Mädi gehört leider zu unseren Stammgästen beim Tierarzt und trotzdem sind wir über jeden Tag dankbar, denn die Krebsdiagnose ist nun doch schon einige Zeit her und sie hält sich wirklich wacker. Inzwischen hat sie sogar ein Patentantchen bekommen, das zu Besuch kam und freut sich natürlich riesig darüber und muigt herzlichen Dank.

Im Februar 2016 war es leider soweit, wir mussten Momo-Ömchen über die Regenbogenbrücke gehen lassen, aber sie hat uns so viele Lächeln ins Gesicht gezaubert, dass es jede Träne wert ist, die um sie vergossen wurde




Gnadenhofböckchen Benji( *2006 - t 31. August 2015)





Paten: Familie Vogl


Die Zeit für den Abschied ist gekommen ... unser größtes Kuschelschweinchen ist die letzten Monate alt geworden und seit dem Tod seiner Freundin Orlanda im Juli, ging es rapide bergab mit ihm. Nun muigt er zusammen mit all seinen Mädels auf den immergrünen Wiesen und darf wieder Kuscheln, so viel das kleine Schweineherz begehrt. Leb wohl tolles Bärle!

JANUAR 2015:Es ist kaum zu glauben, Benji ist wirklich ein Heestersschweinchen, denn noch immer brommselt er fröhlich durch die Gegend und kein Mädelspopo ist vor ihm sicher. Im Juni 2014 hat er gleich drei neue Damen bekommen, zwei davon leider schon wieder schwer krank, in beiden Fällen Krebs und inzwischen sind sie auch gestorben. Aber es war ein tolles Quartett, das sich super verstanden hat. Übrig geblieben ist Oma Orlanda, die ein wenig überfordert ist von unserem Weiberhelden und wir sind schon dabei eine Lösung zu finden, wie man Benji etwas mehr fordert und Orlanda dadurch entlastet, wir werden euch dann über die neue Herzdame berichten.

MAI 2014:Und wieder einmal ist unser Oldiebock Benji alleine. Heute früh ist seine Freundin Babsi Banane über die Regenbogenbrücke gegangen und nun trauert der liebe Meerschweinchenkastrat sehr. Wir haben ihm fest versprochen sofort auf die Suche nach einer neuen Herzdame zu gehen und werden darüber natürlich berichten.

APRIL 2014: Vom ursprünglichen Trio ist nun leider nur noch Benji übrig. Nach dem Tod seiner zweiten Freundin Cocili am Silvestertag 2013 war schnell entschieden, dass er nicht mit unserem Uraltschweinchen Öma Mini alleine bleiben konnte, weil er ist ... zwar auch schon über sieben Jahre, aber noch seeeehhhhr männlich ;-)) ... die Oldielady einfach völlig überfordern würde. Aber da gab es ja noch Rückläufermädel Babsi Banane, die ursprünglich aus dem großen Dachau-Notfall von 2008 stammte, bis vor Kurzem ein tolles Zuhause hatte, aber durch den Tod ihrer Freunde und die Entscheidung der Besitzer, zum Ende kommen zu wollen, zu uns retour kam. Da das Babs ein Panikschwein erster Güte ist, hatten wir entschieden sie nicht wieder zu vermitteln, sondern ein Plätzchen in eigenen Reichen für sie zu finden und das war nun gegeben. Und nur wenige Monate später hat sich herausgestellt, dass dies die einzig richtige Entscheidung gewesen ist, denn am 1. April 2014 bekamen wir leider die traurige Diagnose Lyphdrüsenkrebs. Als Folge des bereits geschwächten Immunsystems auch gleich noch eine Blasen- und Bindehautentzündung. Babs hasst uns und die tägliche Behandlung und das mühsam aufgebaute Vertrauen ist leider wieder dahin. Aber eigentlich sollte die erste Behandlungsrunde in ein paar Tagen abgeschlossen sein, wir hoffen einfach mal das Beste.
Dafür schlägt sich unser Ömchen sehr wacker, auch hier gibt es zwar 3 x täglich Medizin, aber die kleine Wackelmaus mampft alles ganz brav und tapfer.

JUNI 2013:
Hier sind im April 2013 drei alte-neue Nasen eingezogen, die den Rest ihres Lebens bei uns verbringen werden. Sie tun das eh schon seit Jahren und zwar in jeden Ferien, da ihre Exfamilie sehr sehr viel auf Reisen ist. So lange die drei jung und gesund waren ... kein Problem ... doch nun sind sie alt und krank und man hat die Zeit nicht mehr. Und so sind sie direkt nach den Osterferien 2013 zu uns übergesiedelt und werden bleiben, so lange sie leben. Leider wird das zumindest bei den zwei Mädels nicht mehr so wahnsinnig lange sein, näheres dazu gleich.

Links Cocili, in der Mitte Benji und rechts Stupsi


In der Mitte auf dem Foto seht ihr Benji, auch genannt "der Chef" und daneben seine zwei Grazien, die Stupsi und die Cocili. Der Benji kam mit einer Erkältung hier an (die inzwischen auskuriert ist), aber die Stupsi (die schwarz-weiße) hat leider Leukose, im Hals bereits einen hühnerei großen Tumor und ein kleiner noch daneben und leider sind auch viele der anderen Lymphen auch angeschwollen. Dazu Ovarialzysten, aber trotz allem ist sie ein fröhliches Schweinchen mit einem richtig tollen Organ, das seeeeehr energisch sein Futter einfordert ... einbrüllt wäre wohl passender ;-)

Die schwarz-braune Zuckerschnute, das ist die Coco, sie hat leider mehr als Tischtennisball große Ovarialzysten und dazu noch Augenprobleme ... hier wird richtig fleißig jeden Tag mit Medizin hantiert und im Anschluss mit Leckerchen als Belohnung.

Wir tun das von Herzen gerne für die kleinen Nasen, auch wenn wir selbst manchmal an unsere Grenzen stoßen, aber ohne eure Unterstützung, so dass zumindest die Tierarztkosten gedeckt werden können, schaffen wir es nicht, es wäre also wundervoll, wenn sich ein Pate für unser Trio finden würde! Gerne darf man die drei auch bei mir in Gauting besuchen kommen.

SEPTEMBER 2013:
Leider mussten wir Stupsi Ende August 2013 gehen lassen, aber sie hatte bis zum letzten Tag noch so viel Lebensfreude, krähte heiser nach Futter und hopste über die Etagen. Sie zeigte uns ganz klar, dass die Zeit nun gekommen ist und wir begleiteten sie auf ihrem letzten Weg. Und sie hat es wohl gewusst, dass schon am nächsten Tag eine Mail kommen sollte und stellte uns ihren Platz zur Verfügung für Öma Mini, 2008 von uns vermittelt und inzwischen über acht Jahre alt. Eine süße schrullige Schweinchenoma, die natürlich jetzt nicht noch einmal den Stress einer Vermittlung haben sollte. Also durfte sie für den Rest ihres Lebensabends zu Benji und Coco ziehen und das Trio hat sich auch sofort gut verstanden. Öma stakst mit ihren arthritischen Beinchen nach Leckerchen quietschend durch die Gegend und macht uns unglaublich viel Freude

Und hier ist unsere Öma rechts im Bild zu sehen


JANUAR 2014: Das Jahr 2013 ist traurig ausgeklungen, an Sylvester mussten wir auch Cocili auf die Reise schicken, sie baute innerhalb kürzester Zeit enorm ab und auch hier hatte sich schon Krebs in dem kleinen Körperchen breit gemacht. Uns blieb leider nur noch sie erlösen zu lassen.








Orlanda( *2006 - t 25. Juli 2015)



Paten: Familie R.


Unser Knochenhäuflein, das bis zum letzten Tag fröhlich war und kurz vor ihrem Tod noch Leckerchen stibitzt hat, hat die Entscheidung selbst getroffen nun zu gehen ... abends um 22 Uhr noch fit und vergnügt, morgens nicht mehr bei uns. Leider hat sie nur den Anfang gemacht, denn ihre Freunde sind ihr nur kurze Zeit später gefolgt. Nun seid ihr wieder vereint und Orlanda darf in gewohnter Ömamarnier zetern, wenn Benji mal wieder zu aufdringlich wird. Orlanda, es war schön dich hier gehabt zu haben, du warst eine super Omi

Wie man auf dem Foto schon unschwer erkennen kann ... Orlanda ist eine richtige Oma, alles schon ein bisschen krumm, die Knochen nach dem Liegen steif, ein bisschen Arthrose und ein Leichtgewicht. Und all das und die Tatsache, dass sie ihr ganzes Leben in "ihrer Familie" verbracht hat (ihre Mama wurde schon trächtig gekauft) und wir so einem alten Zwutschgerl keinen großen Stress mehr antun wollen, haben uns veranlasst zu entscheiden, dass sie als Gnadenhofschweinchen einziehen darf. Da sowieso eine Vergesellschaftung mit unserer Senioren-/Krankentruppe anstand, weil ein zweites Oldieschwein mit Lymphdrüsenkrebs zu uns kommen sollte, wurde also nach kurzer Beratschlagung beschlossen, dass Orlanda gleich mit dazu kommt.

Das alte Mädel musste bei der Vergesellschaftung im Juni 2014 leider ein bisschen bluten, im wahrsten Sinne des Wortes, denn Elfie verpasste ihr eine dicke Lippe, aber damit war es dann auch schon ausgestanden. Orlanda stellte sich ganz hinten in die Rangfolge und hat auch zwei Wochen gebraucht, bis sie WIRKLICH hier angekommen ist, aber nun ist alles prima und sie tritschelt mit ihren Freunden recht fröhlich durch's Gehege, wenn sie nicht gerade ein Nickerchen hält, ganz entspannt auf der Seite, alle Viere von sich gestreckt oder aber auf der Suche nach Leckerlichkeiten ist. Sie ist einfach ein freundliches altes Omaschweinchen, die hoffentlich noch viele gute Monate mit ihren Freunden bei uns verbringen darf.

Hier mit zwei ihrer Freunde, kurz nach ihrem Einzug bei uns




Marcellino (*2006 - t 11. September 2015)



Patin: Ines B.


Unsere kleine Pissibohne mussten wir am 11. September 2015 auf seine letzte Reise schicken. Er hat den Tod seiner zwei Freunde nur schwer verkraftet, sein Gesundheitszustand hat sich in den letzten Wochen schon immer mehr verschlechtert, täglich mussten wir ihn mit Babyfeuchttüchern sauber machen. Er hat das alles so lieb und geduldig über sich ergehen lassen, hat uns die Finger abgeleckt. Marcellino war ein unglaublich liebes und verträgliches Schweinchen, leb wohl kleiner Schatz, wir vermissen dich und es fehlt sogar, jeden Tag 4 x Medikament für dich herzurichten.

Marcellino kam Anfang Dezember 2014 nach über sieben Jahren zu uns zurück, zusammen mit seiner zauberhaften Freundin. Die Lebensumstände des Frauchens haben sich dramatisch verändert und ihr blieb keine andere Wahl als die beiden abzugeben. So traurig es für sie selbst ist, so gut doch für die Schweinchen, denn Marcellino ist leider sehr krank und braucht dauerhafte Behandlung, die im alten Zuhause nicht möglich gewesen wäre. Bei Freundin Meggy war es nur ein Atherom, bei ihm ist es leider ein überdimensionaler Blasenstein und dazu Gries ohne Ende, was ihm gesundheitlich sehr zu schaffen macht. Zu Anfang hatten leider beide auch noch Würmer, die erste Behandlungsrunde haben wir aber bereits hinter uns, Anfang Januar 2015 folgt die Nachbehandlung. Für ihn heißt es leider im Moment Eingabe von Antibiotikum, dazu kommen noch einige homöopathische Medikamente, so dass er derzeit 4 x täglich behandelt wird. Er lässt sich das prima gefallen und wir hoffen sehr, dass wir die Chance bekommen noch eine gute Zeit zusammen zu verbringen.




Jason (und Erna)

Jasons Patin: Tanja H.
Ernas Paten: Melanie und Lutz


Jason kam Ende des Sommers 2014 zur Kleintierhilfe München. Er wurde abgegeben, da sein Partnertier verstorben war und er sich mit der anderen Kaninchengruppe seines Zuhauses nicht zurecht kam. Abgegeben wurde er mit dem Hinweis, dass man bei ihm e.c. festgestellt hätte und er einen sehr hohen Titer aufweise. Warum man diesen je überprüft hatte, ist nicht ganz klar, denn laut Aussage, hatte er niemals Auffälligkeiten diesbezüglich. Leider machte der diagnostizierende Tierarzt der Familie auch gleich so viel Angst vor der Krankheit, dass Jason ausziehen sollte. Hier angekommen stellte sich rasch heraus, dass e.c. sein geringstes Problem war. Er war völlig eingepinkelt und nass, die Haut von der Nässe gereizt und das Fell verklebt. Damit begann die lange Suche nach der Ursache dafür. Der erste Verdacht waren die Nieren, die bei e.c.-Tieren oft geschädigt sind, doch die Nierenwerte waren überraschenderweise völlig in Ordnung. Auch der Urin zeigte keine Auffälligkeiten, so dass wir erst mal völlig ahnungslos waren, was das Problem war. Schließlich wurde ein großes Blutbild gemacht, das gelinde gesagt, katastrophal war. Gemeinsam mit einem Ultraschall und einem Einblutungsbefund im Bauchraum, gab man Jason keine lange Lebensdauer mehr. Tierärztin und Heilpraktikerin waren sich einig, dass entweder ein Tumor oder eine Organblutung vorliegen mussten, was auch erklärt hätte, warum er so dürr ist. Aber Jason blieb weiterhin munter, pinkelte sich aber weiter ein und trank literweise Wasser. Also wurde ein Herzultraschall gemacht, um zu sehen, ob dort der vermutete Tumor lag, den ein Röntgenbild nicht hatte aufdecken können. Aber auch hier wurde nichts gefunden. Am Ende fiel die Entscheidung, mehr oder minder aufs Geratewohl und um überhaupt etwas getan zu haben, Antibiotikum zu erreichen. Einige Tage später war er trocken und blieb es, zwei Wochen später (er war erstaunlicherweise immer noch am Leben und fit und munter) wurde ein erneutes Blutbild gemacht und obwohl niemand es glauben konnte, die Werte waren viel besser geworden. Er ist zwar nach wie vor sehr dünn, obwohl er futtert wie ein Scheunendrescher, ansonsten ist er aber soweit fit im Moment. Ein weiteres Blutbild wird nach einigen Wochen zeigen, ob wir weiter auf dem Weg der Besserung sind. Da nach einigen Wochen absehbar war, dass Jason nicht vermittelt werden konnte, obwohl er bereits einen Platz zugesichert gehabt hätte, fiel die Entscheidung, dass er eine Freundin brauchte. Ob nun, um seine letzten Tage nicht allein zu verbringen oder um in Gesellschaft besser zu genesen, aber es war klar, kein Tier sitzt bei uns auf Dauer allein. Also sollte das nächste Mädel, das uns angeboten wurde, seine Freundin werden und das Mädel das kam, sah und siegte war Erna. Erna suchte ein neues Zuhause, da ihr Partner gestorben war und die Kaninchenhaltung beendet werden sollte. Für uns kam sie wie gerufen. Eine Kokzidienbehandlung später, zog sie bei Jason ein und nach einigen Raufereien entpuppten sich die beiden als wundervolles Gespann. Erna ist das reinste Energiebündel, unser Jason eher ruhiger, aber sie liebt ihn abgöttisch und wackelt ihm auf Schritt und Tritt hinterher, so dass wir sicher sind, dass sie die absolut Richtige war. Ein großer Dank geht an Jasons Patin Tanja, die ihn eigentlich als Partner für ihr Loufinchen aufnehmen wollte und über Wochen geduldig gewartet und uns unterstützt hat, bis klar war, dass aus diesem Umzug nichts werden würde und die daraufhin entschlossen hat, eine Patenschaft für ihn zu übernehmen. Wirklich großartig und wir können die Unterstützung so gut gebrauchen, immerhin verschlingt der Kleine bisher Unmengen an Tierarzt- und Medikamentenkosten. Ein weiterer Dank geht an Ernas ehemalige Besitzer Melanie und Lutz, die ihr Tier nicht einfach abgegeben haben, sondern uns jetzt weiter mit einer Patenschaft unterstützen. Vielen Dank euch allen!

Jason verstarb im Frühsommer 2015, seine Freundin Erna durfte in Pilars Truppe ziehen und lebt jetzt dauerhaft dort. Damit hat sie den Gnadenhof auf dem Papier verlassen und darf sich jetzt ganz offiziell Pilars Kaninchen schimpfen ;-) Danke an alle, die sie bis hierher unterstützt haben. Und natürlich ein besonders dickes Danke an Tanja, die immer für "ihren" Jason da war!




Dix und Bo



Paten: noch keine Paten

Dix kam im Januar 2014 als angeblich gesunder Rammler von drei Jahren zu uns, doch schnell stellte sich heraus, dass er alles andere als gesund war. Sein Nacken war überzogen von einer fast fingerdicken Pilzschicht, er hatte Kokzidien und das Fell war völlig mit Kot verklebt. Das war das "geliebte Haustier" des Sohns der Familie, die ihn dank eines Umzugs abgab. Als die bekannten Baustellen soweit im Griff waren, fiel immer mehr auf, dass Dix nicht wirklich zunahm, außerdem unverhältnismäßig viel trank und seine Haut dennoch immer völlig trocken und steif war, so dass weitere Untersuchungen gemacht wurden, bis im April 2014 schließlich klar war, dass er ein Thymom und Wasser im Herzbeutel hat, was eine Vermittlung unmöglich macht. Mittlerweile war er kastriert worden und durfte daraufhin als Gnadenhofkaninchen in Pilars Truppe ziehen, wo, wie es der Zufall wollte, gerade ein (bzw. lest weiter... zwei) Plätzchen frei waren. Dix bekommt nun regelmäßig Medikamente mit denen wir hoffen, dem Tumor noch lange entgegenwirken zu können, damit der hübsche Kerl alles nachholen kann, was er die letzten drei Jahre verpasst hat.
Doch ein Gnadenhofkaninchen kommt selten allein und so stieß quasi zeitgleich auch noch Bo zu uns. Der kleine Schecke kam zusammen mit einem weiteren Rammler im März 2014 zu uns. Ebenfalls angeblich ganz gesund. Doch schon die erste Bestandsaufnahme beim "Aus-der-Box-holen" zeigte die Katastrophe: völlig kaputte Schneidezähne. Die unteren waren viel zu lang, oben fehlte einer komplett bzw. lag abgebrochen und schief ins Zahnfleisch eingewachsen. Wie der arme Kerl fressen konnte bis dahin, konnte man nicht erklären, allerdings wurde behauptet, er habe immer völlig normal gefressen. Erstaunlicherweise konnte er es in unserer Pflegestelle umgehend nicht mehr und begann erst wieder zu fressen, als er seine Gemüseration handlich geraspelt bekam. Wir vermuten, dass er sich den Zahn bei einem Unfall abgebrochen hat, denn er lebte vorher mit einem (damals) ebenfalls (noch) unkastrierten Rammler zusammen, von dem er ordentlich Prügel einstecken musste, denn auch seine Nase und Lippe waren völlig zerbissen. Bei uns wurde er ersteinmal kastriert und im Zuge der Narkose auch die Zähne korrigiert. Leider sieht es so aus, als hätte er dennoch eine Fehlstellung davon getragen, denn der nachwachsende Zahn ist völlig schief, so dass der untere Gegenspieler (der auch nicht gerade wächst) regelmäßig gekürzt werden muss. Die Vermittlungschancen für den noch nicht einmal einjährigen Bub sanken also mit einem Schlag drastisch. Dennoch sollte er natürlich nicht alleine bleiben. Es kam wie es kommen sollte. In Pilars Truppe war gerade ein Plätzchen für eigentlich EINEN Rammler frei, doch da Dix und Bo gleichzeitig danach schrien, wurde der Versuch gewagt und beide zu den Mädels gesetzt. Und das Ergebnis? Die beiden Jungs (damals kaum eine Woche kastriert) liebten sich auf Anhieb heiß und innig. Die Mädels sind auch okay, aber am liebsten hängen die beiden zusammen.
Bo braucht sein Gemüse nach wie vor in feinen Streifen serviert, da er von Karotten oder ähnlichem nicht abbeißen kann, aber der kleine Kerl hat schon kapiert, an welcher Stelle im Gehege SEINE Ration bereitliegt und das Zähnekürzen lässt er auch brav alle zwei Wochen über sich ergehen.




Misty (Mistmaus)
( *2006 - t 19. Juli 2015)

Patin: Sandrine S.






Misty hat am 19. Juli 2015 ihr Köfferchen gepackt und hat sich still und heimlich verabschiedet. Sie war ein altes Mädchen und die Sommerhitze, die in diesen Tagen für die Tiere sehr qualvoll war, obwohl wir alles getan haben, um es ihnen zu erleichtern, hat wohl ihr übriges dazu getan. Wir freuen uns, dass uns die kleine alte Lady ein Stückchen begleitet hat.

Liebe Kleintierhilfe-Fans,

ich wollte Euch heute mal erzählen, wie das so mit Meerschweinchen sein kann, wenn sie langsam in die Jahre kommen.

Also, ich bin die Misty und wahrscheinlich 7 oder 8 Jahre alt. Und ich bin ein Übrig-Schwein. Das heißt, meine letzte Meeri-Freundin ist diesen Sommer gestorben, und ich blieb alleine übrig. Meine Zweibeiner haben dann entschieden, dass sie mit der Meerihaltung aufhören wollen. Nun ist natürlich immer die Frage, wie macht man das? Da sitzt ja noch Eines, das nicht allein sein soll, aber man will eben auch kein Neues dazu holen. Ihr Zweibeiner nennt das einen Teufelskreis. Ihr seid schon komisch, Ihr Zweibeiner…

Meine Zweibeiner haben dann jedenfalls mit der Kleintierhilfe telefoniert oder gemählt, oder irgendsowas, was die Zweibeiner eben tun, wenn sie sich miteinander unterhalten. Wir Meeris sind ja eher für den direkten Dialog, Nase an Po, oder Zunge am Ohr, oder einfach Quietschen und Muigen. Aber bei den Zweibeinern ist das offenbar komplizierter…

Die Kleintierhilfe hat dann gesagt, dass sie mich als Gnadenhof-Schweinchen aufnehmen würden. Wie das schon wieder klingt! Als hätte ich das nötig! In Wirklichkeit ist es eine Gnade, jemanden wie mich aufnehmen zu dürfen, jawoll!

Naja, so kam ich dann von Sandrine zu Inken. Hier hab ich in der dünnen Luft des fünften Stockwerks (was auch immer das schon wieder ist) meine neuen Kollegen kennengelernt. Sind alle ganz ok, dem Oreo, unserem Haremschef, musste ich leider ein paar Haare aus dem dicken Hintern ausreißen. Und er hat mich auch ganz schön gezwickt. Aber ansonsten wurde ich hier echt lieb aufgenommen. Wir sind jetzt vier Mädels und ein Böckchen. Und meistens will ich meine Ruhe, bin aber schon froh, auch mal von einem der anderen besucht und beknutscht zu werden. Besonders die Piri liegt gerne mal in meiner Nähe und wir chillen dann zusammen.

Tja, und mein Zweibein sagt, organisietierisch geht das dann so: ich wohne hier bis mich die Regenbogenwiese lockt. Der Verein zahlt meine Medis und den Tierarzt, und dafür wird dann ein Pate für mich gesucht. Die Sandrine hat sich da schon ziemlich reingehängt. Kann aber nicht schaden, wenn noch jemand das eine oder andere Salatköpfchen sponsort…

Mein neues Zweibein, also die Gnadenhöflerin hier oben, sagt übrigens immer zu mir, dass ich ihr schönes, liebes Omaschweinchen bin. Und dann knubbelt sie meine Ohren bis ich mich schütteln muss. Und dann krault sie mich am Kinn, was ich gaaaanz laaaang aushalten kann. Und dann kommt meistens ein bissi Augensalbe, weil ich so ein Triefäugli bin. Und irgendso ein Ekelantizystenzeug wird mir dann in mein Mäulchen gespritzt, obwohl ich Zweibein immer die Pfote auf den Finger lege, damit sie aufhört. Und dann werde ich wieder gekrault, und dann geh ich wieder chillen im Heu mit meiner Freundin Piri.

Zweibein sagt, ich wäre einfach cool. Ich zicke nicht, ich muss nur manchmal quietschen, wenn mir jemand zu nahe kommt. Aber angeblich bin ich eine Bereich…, Bereichigung, äh, ein Gewinn für die Gruppe, weil ich so eine Ruhe ausstrahle.

Zweibein sagt gerade noch, dass man überhaupt keine Angst davor haben soll, ältere Schweinchen zu adoptieren, denn wir sind echt cool drauf. Und auch wenn wir es nicht mehr so weit zur Regenbogenbrücke haben wie jüngere Wusel, wissen wir es sehr zu schätzen, wenn wir noch geliebt und gehegt und gepflegt werden (naja, das mit dem Pflegen, also mit Krallen schneiden und so Zeug, hab ich’s nicht so, aber Zweibein sagt, das muss sein. Und ich bin so cool, dass ich ihr die Freude gönne). Wir Alten sind gut für eine Gruppe, weil die Jüngeren noch von uns lernen können. Und die Erwachsenen können sich vernünftig miteinander unterhalten. Man hat es bequem, ist nicht allein und wird dafür geschätzt, dass man ein erfahrenes, kluges Schweinchen ist.

So ist das, sagt die Gnadenhöflerin. Und jetzt bringt sie gerade ein Stück Grünkohl, den ich so gern mag. Also muss ich jetzt Schluß machen.

Eure
Misty (ehem. Mistmaus)




Fluffy(*2009 - t 26. Mai 2015)

Patin: Marion S.



Fluffy war ein Sorgenschweinchen, hatte immer mit Erkältungen, Durchfall und sonstigen Wehwehchen zu kämpfen. Ihr Immunsystem bekamen wir trotz aller Bemühungen nicht in den Griff. Und trotzdem war sie eine kleine bezaubernde Maus, die ihren Päppelbrei energisch eingefordert hat und über die man einfach immer wieder herzlich lachen musste. Wir hätten ihr noch viel mehr Zeit mit ihrer Freundin Momo gegönnt, aber am 26. Mai 2015 mussten wir sie schweren Herzens gehen lassen. Fluffyschatz, es war wunderschön dich gekannt zu haben, wir werden dich alle vermissen.






Elfie(*2010 - t 20. Dezember 2014)



Paten: Ines B.


Elfie kam im Mai 2014 von einer Tierschutzfreundin zu uns, weil wir ein Gnadenhofopaböckchen hatten, der gerade beide seiner Mädels in kurzer Zeit auf die letzte Reise begleitet hatte und nun schrecklich trauerte. Zu Anfang war noch geplant Elfie später zu vermitteln, wenn Opa Benji auch seinen letzten Weg beschreiten würde. Bei der Vergesellschaftung war sie mega zickig und schnell war die Ursache dafür gefunden ... sie leidet an aktiven Eierstockzysten, die nun behandelt werden und sie ist inzwischen auch schon viel ruhiger geworden. Aber nach dem sich leider sowieso kaum jemand findet, der so ein Tier, das immer Kosten und auch ein wenig Mühe verursacht, adoptieren möchte, haben wir ihr versprochen, dass sie auf Lebzeiten bei uns bleiben darf. Inzwischen kamen auch noch zwei alten Damen mit zur Gruppe und das tut Elfie sichtlich gut, ab und zu lässt sie zwar noch die Zicke heraus hängen, aber alles in allem ist sie ein sehr entspanntes Schweinchen geworden.

Dezember 2014:
Anfang Oktober 2014 wollten wir Elfie kastrieren lassen, weil ihre Eierstockzysten medikamentös leider nicht in den Griff zu bekommen waren. Nur zur OP kam es gar nicht erst, weil bei der Untersuchung dazu ein Mammatumor an der Gesäugeleiste festgestellt wurde. Und leider wuchs dieser so rasant, dass wir sie am 20. Dezember erlösen lassen mussten. Sie war trotzdem bis zum letzten Tag ein vergnügtes Schweinchen, das einen Tag vor seinem Tod noch auf Etagen geklettert ist. Sie musste nicht leiden, aber leider war auch sie nur viel zu kurz bei uns. Leb wohl du hübsches Knopfaugenschweinderl, es war schön, dass du unser Gast warst.





Lotte(*2008 - t 24. Dezember 2014)



Paten: Petra, Hans und Nina K.

Lotte, die 2008 geboren wurde, darf als Gnadenhofschweinchen bei uns bleiben, da sie nun schon zum zweiten Mal ihr Zuhause verloren hat. Dazu kommen leider noch gesundheitliche Sorgen, aus einem Ballenabszess in ihrem bisherigen Zuhause ist eine massive Entzündung der kompletten Pfote geworden, die nun schon seit Wochen behandelt wird. Endlich zeigt sich auch Besserung. Letztes Jahr hatte die liebe Maus einen Blasenstein und im Moment leider auch wieder Gries, was man dadurch, dass sie durch die Entzündung des Pfötchens ja derzeit auf Handtüchern lebt, sehr gut feststellen kann ... dies auch als Empfehlung an alle Meerschweinchenhalter, Kuschelsachen sind nicht nur sehr beliebt, wie Lottchen uns hier deutlich zeigt, sondern auch für die Früherkennung von Blasenerkrankungen sinnvoll.

Lotte darf in die private Gruppe unseres Teammitglieds Julia einziehen, sobald ihr Pfötchen wieder vernünftig benutzbar ist und man ihr eine Vergesellschaftung zumuten kann. Bis dahin wird sie so gut wie möglich verwöhnt und täglich das Füßchen gebadet. Dazu wird sie nun lebenslang unterstützende Medikamente für die Blase bekommen.

Sie ist eine ganz liebe und bezaubernde kleine Lady, die sich ganz geduldig ihr Füßchen baden lässt und auch nach der ungeliebten Medizingabe nicht schmollt, sondern sofort wieder das Näslein vorstreckt, um ein Leckerli (am Liebsten einfach Gras :-) zu erhaschen.

März 2014: Lottchen lebt inzwischen glücklich und zufrieden in ihrer Gruppe. Leider meldet sich das Pfötchen von Zeit zu Zeit immer mal wieder, aber wie wenn sie wüsste, dass man es nur gut mit ihr meint, lässt sie das Prozedere der Behandlung tapfer und lieb über sich ergehen. Inzwischen hat sie auch noch eine weitere Freundin bekommen, die 8-jährige Marie ist im Januar 2014, ebenfalls als Gnadenhoftier, mit in ihre Gruppe gezogen

Dezember 2014
Es war ein trauriges Weihnachtsfest für Pflegefrauchen Julia, denn genau am Heiligen Abend hat Lottchen sich auf ihr letzte Reise gemacht. Sie hat bereits vorher angefangen nicht mehr so gut zu fressen und wurde zusätzlich gepäppelt, aber schließlich hat sie beschlossen, dass es an der Zeit ist zu gehen. Leb wohl hübsche Lotte, Julia und deine Freunde werden dich vermissen!




Marie(*2006 - t 18. Mai 2014)



Paten: Keine Paten

Oma Marie (geboren 2006) kam zu uns, weil ihr Partner verstorben war und ihre Zweibeiner die Meerschweinchenhaltung beenden wollten. Es hat sich sehr schnell gezeigt, dass an Vermittlung nicht mehr zu denken ist, weil die goldige alte Lady leider Stammgast beim Tierarzt ist. Blasenprobleme, Aufgasungen etc., das hat Pflegefrauchen Julia schnell veranlasst ihr ein Gnadenhofplätzchen zu schenken und so durfte sie zu unserem anderen Gnadenhofmädel Lotte und deren Freunden ziehen. Sie ist glücklich in ihrer Sippe und genießt ihre alten Tage, die hoffentlich noch zahlreich sein werden.

Leider blieb Mariechen nicht mehr allzu viel Zeit, ein Infekt jagte den nächsten und sie war regelmäßger Gast beim Tierarzt. Aber sie hatte auch noch glückliche Tage und Pflegefrauchen Julia hat nicht bereut, sie bei sich aufgenommen zu haben, auch wenn Marie ihr viel Zeit und Kraft gekostet hat. In der Nacht zum 18. Mai 2014 ist sie im Kreise ihre Freunde für immer eingeschlafen.




Babsi Banane(*05. Juli 2008 - t 9. Mai 2014)





Heute früh hat Babs in meinem Arm für immer die Augen geschlossen.

Babsi Banane wurde am 05. Juli 2008 hier in meiner Gautinger Pflegestelle geboren, nach dem wir ihre Mama zusammen mit über 60 anderen Meerschweinchen aus einem Animal Hoarding Notfall mit insgesamt 85 Meerschweinchen geholt hatten. Sie war schon als Baby ein kleines Panikschweinderl, aber da die Zeit im Mutterleib die Tiere schon entsprechend prägt ist das kein Wunder, denn rd. 20 Tiere in einem 100x50 Käfig, in dem nur ein kleines Eckhäuschen steht ... mehr braucht man dazu wohl nicht sagen. Im Januar 2009 wurde Babs dann zusammen mit ihrer Mutter Molli Muffin zu einem feschen Böckchen in einen klasse Eigenbau nach München vermittelt und verbrachte dort glückliche Jahre. Als in 2013 erst Mama Molli und bald darauf auch der inzwischen 9-jährige Bub starben, hat sich ihre liebe Familie mit uns in Verbindung gesetzt, weil sie gerne mit der Meerschweinchenhaltung zum Ende kommen wollten. Und so kam das Babs, genauso panisch wie vor über fünf Jahren, im Dezember 2013 nach Gauting zurück. Warum die Entscheidung fiel, dass sie bei uns bleiben sollte und nicht mehr vermittelt wird, keine Ahnung, es war einfach ein Bauchgefühl und ein paar Wochen später hat sich bestätigt, dass es das einzig Richtige war, denn die Lymphknoten in ihrem Körper explodierten förmlich.

Vor ein paar Wochen hatte sie dann einen großen Einbruch, bei dem wir schon kurz vor dem Entschluss standen sie euthanasieren zu lassen, dank homöopathischer Hilfe ging es dann aber wieder steil bergauf und sie hatte noch ein paar tolle Wochen mit Gnadenhofböckchen Benji, wurde zutraulich wie nie und nahm wieder über 100 Gramm an Gewicht zu. Und nun kam leider der letzte große Einbruch und dieses Mal gab es kein Zurück mehr und die kleine Babs hat sich nun endgültig auf die Reise gemacht.

Wir sind unendlich dankbar über die vielen Jahre, die sie glücklich leben durfte und ich im speziellen über die letzten Wochen, in denen sie ein entspanntes, zufriedenes Schweinchen war, das jede Nacht eng an ihren Benji gekuschelt schlief.

Wir haben sie vorhin noch mal zu ihrem Benjischatz gelegt, der sich auch rührend von ihr verabschiedet hat und danach nicht von ihrer Seite wich. Als wir sie dann doch aus dem Gehege nehmen mussten, gab es eine große Portion Trostleckerzahn, aber schon nach 10 Minuten fing er an wieder nach ihr zu suchen und hat schreiend den Kuschelsack durchwühlt. Kleiner Schatz, ich verspreche dir, dass du nicht lange allein sein wirst, wir tun alles dafür, dass spätestens Morgen eine oder zwei neue Freundinnen an deiner Seite sein werden.

Liebes Babs, alles Gute auf den immergrünen Wiesen und danke für das Vertrauen, dass du mir die letzten Wochen geschenkt hast, du warst ein tolles kleines Meerschweinchen!






Öma Mini(*2005 - t 28. April 2014)



Das lustige Omaschweinderl, das eigentlich den Namen Mini trug, bei uns dann aber nur noch Öma hieß, kam 2013 als Rückläuferschweinchen zu uns, nach dem ihr Partner gestorben war und die Besitzer aufhören wollten. Da sie zu diesem Zeitpunkt schon bald neun Jahre und ziemlich tattrig war, wollten wir ihr keine weitere Vermittlung mehr zumuten und sie kam in eine kleine Gruppe mit Gnadenhofmeerschweinchen. Öma war ein absoluter Sonnenschein, konnte das ganze Haus zusammen Brüllen, wenn sie sich ein Stück Paprika einbildete und war einfach nur lieb zu jedem. Im Lauf der Monate verschlechterte sich ihr Zustand (starke Arthrose) und auch der Darm machte immer wieder Probleme, aber mit toller homöopathischer Unterstützung kamen wir auch damit gut zu Rande und an gutem Appetit mangelte es bis zum Ende nicht. Wir hätten nicht zu hoffen gewagt, dass wir Weihnachten 2013 mit ihr feiern dürfen und dann hat sie sogar noch Ostern geschafft, doch die letzten Tage hat sich ihr Zustand doch so drastisch verschlechtert, dass sie nicht mehr laufen konnte und massiven Durchfall hatte, so dass wir nicht warten wollten, bis auch der Appetit verschwinden würde. So haben wir dieses Herzensschweinchen gehen lassen, aber jede Erinnerung an diese bezaubernde schrullige Lady zaubert ein Lächeln auf unser Gesicht. Danke Öma, dass du bei uns warst, du bist einzigartig!






Floh
hat 2014 ein Zuhause gefunden




Paten: Marion und Norbert Sch.


Floh wurde im Oktober 2012 in der Gautinger Pflegestelle geboren. Sie war eines von 5 Geschwistern und schon kurz nach der Geburt war ersichtlich, dass Flöhchen wohl ein wenig zu kurz gekommen war. Sie wog ziemlich genau die Hälfte ihrer Geschwister.

Ihre Mama war ca. 1 Jahr alt und Floh gehörte bereits zum 3. Wurf dieses armen Schweinemädels, das sich mittlerweile aber auch wieder gut erholt hat.
Im Großen und Ganzen entwickelte sich Floh ganz gut, war aber immer hinter ihren Geschwistern zurück, die schon bald durch den Etageneigenbau tobten. Als man ihr helfen wollte und sie mal zu ihren Geschwistern nach oben setzte, fiel sie zunächst erst mal von der Etage. Irgend etwas stimmte da nicht! Also ging der Tierarzt der Sache auf den Grund und siehe da, das Problem war schnell gefunden - die kleine Maus hat eine beidseitige Linsenluxation und ist inzwischen blind.

Blinde Meerschweinchen können grundsätzlich gut mit ihrer Behinderung leben, aber sie brauchen bestimmte Gegebenheiten, damit sie sich zurechtfinden können. Es wurde also beschlossen, Flöhchen wird Gnadenhoftier und zog dann schon bald nach Nürnberg in die dortige Pflegestelle um, wo sie jetzt mit 4 weiteren Schweinderln (eines davon auch schon blind) lebt. Sie lebt in einem Bodengehege, das groß genug zum Rennen und Flitzen ist, denn dieses Bedürfnis hat sie, wie jedes andere Schweinebaby natürlich auch. Die im Gehege vorhandenen Etagen, die sowohl als Versteck wie auch als 2. Stockwerk genutzt werden können, kennt sie inzwischen und da diese nie umgestellt werden, kann sie diese sogar nutzen. Mittlerweile kennt sie das Gehege sogar so gut, dass sie schon mal mit ihren Freunden, das eine oder andere Rennen veranstaltet.



Leider kann es sein, dass hier noch mehr böse Überraschungen auf uns warten und man wird auf die kleine liebe Maus immer ein besonderes Auge haben müssen, aber im Moment entwickelt sie sich gut und kommt soweit auch gut zurecht, worüber wir sehr glücklich sind.

Update Februar 2013 - Floh hat ein endgültiges Zuhause gefunden!!!







Hera( t Dezember 2013)



Paten: noch keine Paten


Gestatten – mein Name ist Hera!

Ich bin am 01. April bei der Kleintierhilfe München eingezogen und nein, ich bin kein Aprilscherz! Und gleich noch was: Auch wenn ich den Namen der Gattin Zeus trage, so fühle ich mich überhaupt gar nicht göttlich. Aber ich erzähl euch jetzt alles mal der Reihe nach. Also eigentlich war ich zur Urlaubspflege über Ostern abgegeben worden und als mein Herrchen gesehen hat, wie toll die anderen Schweinis in der Urlaubspflegestelle leben hat er schüchtern nachgefragt, ob man evtl. für mich ein Plätzchen hätte, weil er privat sehr eingespannt ist und wenig Zeit für mich hat und außerdem auch genau wusste, dass allein sein für uns Meeris gaaaaaaaaaaaaaanz furchtbar ist und ich war schon lange allein. Ich durfte gleich bleiben – toll! Ja und da die Pflegetantis festgestellt hatten, dass ich wohl ein Blasenproblem habe (das tut aber auch weh beim Pipimachen, da hab ich ganz schön gejammert), sind wir am nächsten Tag gleich zur Tante Tierarzt und die hat mich dann gleich mal komplett auf den Kopf gestellt, das war auch nicht wirklich göttlich. Also schön, dann hört mal zu: Ich habe also eine Blasenentzündung und Eierstockzysten, das sind meine geringsten Probleme, aber ich habe auch ein Herzgeräusch und ein kleines Lungenödem und über kurz oder lang werde ich dann wohl zu einer Herzultraschalluntersuchung müssen. Jetzt krieg ich erst mal eine Menge Medikamente, manche schmecken ganz lecker, aber mit den anderen könnt ihr mir echt wegbleiben. Aber es soll ja angeblich helfen, also nehm ich das Zeugs halt. Die Diagnose hört sich nicht gut an, aber sie hatte für mich den Vorteil, dass die Tantis kurzerhand beschlossen haben, dass ich bleiben darf, weil ein 5jähriges Schweinderl mit so viel Problemen sofort ein zu Hause braucht. Ich bin gleich am Mittwoch, einen Tag nach der Tierarztuntersuchung in eine Alten-WG mit einer 7jährigen Lady gezogen. Die ist ganz nett und ich hatte fast vergessen, wie schön Gesellschaft ist.

So schnell ändert sich das Leben und man wird Gnadenhofschweinchen, aber ich glaube, dass dies das Beste war, was mir passieren konnte. Drückt mir die Daumen, dass ich noch genug Zeit haben werde um diese Gesellschaft genießen zu können. Viele Grüße eure Hera

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Hera durfte noch eine schöne Zeit mit einem Partner genießen, kam an ihrem Todestag noch wie immer zum Frühstück und hatte sich wenige Stunden später friedlich auf ihre letzte Reise gemacht. Wir freuen uns, dass wir ihr noch ein paar gute Monate ermöglichen konnten!






Johanna ( t 14. August 2013)



Johannas Patin: Dagmar V.


Johanna kam im Mai 2011 mit 16 anderen Meerschweinchen von einem Ferienbauernhof in der Oberpfalz zu uns. Schon alleine sie aus dem Karton heben zu müssen tat uns selber weh, denn ihr kleiner Körper war eine einzige Wunde. Wodurch genau diese schlimmen Verletzungen entstanden sind wissen wir nicht, aber da sie nicht das einzige Tier mit Wunden dieser Art war (allerdings das mit den großflächigsten), vermuten wir, dass in den winzigen Verschlägen ein Loch im verrosteten Gitter gewesen ist, durch das die Tiere fliehen wollten.

Die Behandlung von Johanna hat sich über vier Monate hingezogen, die ersten Wochen waren furchtbar, weil sie immer wieder Krampfanfälle bekam und wir ständig zwischen Euthanasie und Hoffnung hin und her gerissen waren. Es tat uns in der Seele weh sie so leiden zu sehen. Aber wir haben es gemeinsam geschafft, Johanna hat uns immer wieder ihren Lebenswillen gezeigt und nach Monaten mit unzähligen Medikamenten, Bandagen und selbstgenähten Schweinchenbodies hat sie es geschafft. Zwar wächst das Fell teilweise nicht mehr nach, aber wen stört das? Nach dem, was diese kleine Schweinchenseele alles durchmachen musste haben wir entschieden, dass sie bei uns als Gnadenhofschweinchen bleiben darf. Sie lebt bei mir in Gauting in einer Vierergruppe und hat inzwischen auch den Job als meine persönliche Homepageberichterstatterin bekommen. Nur eines hat Johanna noch nicht … einen Patenonkel oder ein Patentantchen, worüber sie sich sehr freuen würde.

Und das ist aus dem armen Würmchen geworden ... ein rundum fröhliches Moppelchen:



Leider stellte sich bei einem Routinecheck heraus, dass sie eine Zahnfehlstellung hat, die ab Anfang 2013 dann zu einem wirklichen Problem wurde. Zuletzt konnte sie nur noch relativ ungesundes Matschfutter fressen (CC, Rodicare etc. fand sie zum Ende hin richtig gräßlich) und der Darm begann mit Durchfall zu reagieren. Am 13. August habe ich die Entscheidung getroffen sie gehen zu lassen, weil ihr Leben den Wert verloren hatte. Es war eine sehr sehr schwere Entscheidung, aber sie war richtig. Ich liebe dich Johanna! Dein (Pflege)Frauchen Conny



Ferkel ( t 04. März 2013)



Paten: Inken S. und Rolf W.


Ferkel kam ursprünglich aus dem Dachau-Notfall im Mai 2008 zusammen mit rd. 65 Freunden zu uns. Wie man auf dem folgenden Bild sieht ist kein Heu vorhanden, der Bodenbelag besteht aus Trockenfutter und Meerschweindreck und pro Käfig waren ca. 15 Tiere in ein bis zwei normale, kleine Häuschen gequetscht.



Sie bekam ihre Babies bei uns und wurde dann Anfang 2009 gut vermittelt. Leider dauerte das Glück nur 2,5 Jahre und Ferkel kam mit ihren Freunden Penny und Jimmy zu uns zurück, da die Familie sie aus persönlichen Gründen nicht mehr behalten wollte.

Ferkel, die bis dahin ein eher unauffälliges Schweinemädel war, fing auf der Pflegestelle an, ihre Mitbewohner zu jagen. Insbesondere Penny litt darunter und wurde aus der Gruppe genommen und auch bald schön vermittelt. Als Ferkel und Jimmy wieder weitere Schweinegesellschaft bekamen, funktionierte es eine Zeit lang gut, dann ging es wieder genauso los. Dazu kam, dass die kleine Ferkel diverse kahle Stellen bekam. Sie wurde von den Tierärzten auf den Kopf gestellt, denn dieses Verhalten ist natürlich nicht normal und es wurden zunächst Eierstockzysten festgestellt und sofort behandelt. Leider trat die erwünschte Besserung nicht wirklich ein und so wurde weiter gesucht. Eine Blutprobe brachte das Problem an den Tag, die kleine Maus hat eine Schilddrüsenunterfunktion, was bei Meerschweinchen eher selten ist.

Ferkel braucht 2 x täglich speziell verdünnte Medikamente (da diese für Kleintiere viel zu stark sind und eigentlich für Hunde hergestellt werden) und leider werden wir ihr auch nicht ersparen können, dass sie regelmäßig zur Blutabnahme muss. Da sie oft hippelig, nervös und daher manchmal auch zickig ist, braucht sie geduldige Kameraden und sehr verständnisvolle und erfahrene Menschen. Diese haben wir jetzt für sie in unserer jüngsten Mitgliedern Eva und Matthias gefunden, wo unser Sorgenkind jetzt als Gnadenhoftier in einer Gruppe mit 6 anderen Tieren lebt.

Den Umzug hat sie problemlos gemeistert und man hatte das Gefühl, dass sie sich dort vom ersten Augenblick an wohlgefühlt hat und dass dies das zu Hause ist, auf das sie immer gewartet hat! Ferkel darf nun bis zu ihrem Lebensende Gnadenhofschweinchen bei uns bleiben und wird euch von nun an auch gelegentlich berichten wie es ihr geht.

Herzlichen Dank an Eva und Matthias und ihre Schweinebande, dass Ferkeline nun Zuhause angekommen ist und super versorgt wird.

Am 04. März 2013 war leider die Zeit zum Abschied nehmen gekommen, nach vielen Baustellen und zuletzt noch einer Blasenentzündung musste Eva diesen traurigen Weg gehen. Aber sie hat der lieben Meerschweinchendame so viel geschenkt in den acht Monaten ... und vor allen Dingen ein wundervolles Zuhause, in dem sie geliebt wurde. Wir danken von Herzen auch Ferkels Paten, das kleine Fräulein hat allein an Tierarzkosten 473,01 EUR gebraucht ... aber jeder Cent davon war es wert!




Sammy( t 23. April 2012)

Sammys Paten: Heike W.



In diesem Elend hat Sammys Leben seinen Anfang genommen, denn irgendwo auf diesem Bild sitzt seine hochträchtige Mama. Am 27. November 2009 kam sie zusammen mit über 20 anderen Meerschweinchen zu uns und hat noch am selben Tag vier kleine Jungs zur Welt gebracht. Eines von Sammys Brüderchen ging leider schon nach wenigen Tagen über die Regenbogenbrücke, er und die anderen beiden Jungs hatten aber auch schwer an den Folgen der miserablen Haltung zu kämpfen. Die ersten Wochen entwickelten sie sich mehr recht als schlecht, ihre Urinwerte waren erschreckend und an Kastration nicht zu denken. Also mussten sie leider die ersten Monate zusammen mit einem älteren Bock als Boygroup verbringen. Doch irgendwann wurden die Urinwerte dank ständiger Behandlung besser und als die Rappelphase so richtig im Gange war konnten wir auch endlich die Kastrationen wagen ... und alle haben sie prima überstanden. Nur Sammys Werte sind bis heute leider trotzdem nicht optimal und so haben wir uns entschlossen ihn als Gnadenhofschweinchen bei uns zu behalten.

Der lustige Knopf hatte das riesen Glück, dass unsere Sabine in Nürnberg einen neuen Haremswächter für ihre Mädelstruppe brauchte und so darf er nun als Nachfolger von ihrem Speedy einen ganzen Hühnerhaufen ... ähh sorry, Meeridamentrupp meinte ich natürlich ... bebrommseln und tut das mit großer Begeisterung. Auch wenn Sammy vielleicht niemals ein sehr altes Schweinchen werden darf, so darf er nun wenigstens ein glückliches Leben führen und wir hoffen ihm noch eine lange, wundervolle Zeit schenken zu können.

Und hier ist der kleine Mann mit einem Teil seiner Mädels:


Für uns alle ein Schock war Sammys Abschied im April 2012. Denn nicht die Nieren waren das Problem, sondern massive Kiefernprobleme, die uns letztlich dazu zwangen ihn erlösen zu lassen. Leb wohl süßer Schatz, wir tragen dich immer im Herzen





Mömmes ( t 04. Januar 2012)


Mömmes Patin: Michi S.

Mömmes wurde im Oktober 2011 im Alter von 8 Jahren, namenlos bei der Kleintierhilfe abgegeben, nachdem ihr Partner verstorben war. Schon der erste Blick auf sie ließ Schlimmes erahnen: ihre Krallen waren so lang, dass sie sich bereits eingerollt und einmal komplett im Kreis gewachsen waren. Ein Wunder, dass die Kleine überhaupt noch Laufen konnte, wenn sie es denn konnte. Diesen Beweis musste sie nie antreten, denn unsere erste Tat war selbstverständlich eine Pediküre. Man möge uns auch verzeihen, dass wir keine Vorher-Nacher-Fotos gemacht haben, wir wollten sie einfach so schnell wie möglich von ihrer Qual befreien. Leider scheint es jedoch so, dass Mömmes schon mehrere Jahre so herumlaufen bzw. sitzen musste, denn trotz der nun geschnittenen Krallen, ist ihre Beinstellung nicht in Ordnung, was ihr aber zum Glück bis dato keine Probleme zu machen scheint. Leider war das aber noch nicht alles, denn Mömmes hat eine tumorös veränderte Gesäugeleiste sowie Gebärmutter und auf Grund des fortgeschrittenen Stadiums sowie ihres hohen Alters steht eine OP nicht mehr zur Debatte. Die Tierärztin hat ihr noch 6 - 12 Monate zu leben gegeben. Daher haben wir uns entschlossen, Mömmes nicht mehr zu vermitteln, sondern ihr einen Gnadenhofplatz zu geben, so dass sie nicht länger auf Gesellschaft warten muss. Nun lebt sie zusammen mit vier langohrigen Freunden in Pilars Freigehege und genießt den täglichen Auslauf im Garten und die Kuscheleinheiten von ihren neuen Kumpels. Die haben Mömmes zum Glück herzlich in ihrer Mitte aufgenommen, so dass sie ihre restliche und hoffentlich noch sehr lange Zeit in vollen Zügen genießen kann.
Natürlich wird sie auch behandelt, denn zumindest medikamentös wollen wir alles in unserer Macht stehende tun, um ihr Leben zu verlängern. Und wie man sieht, lohnt es sich, denn die freche Mömmes, hat in wenigen Minuten ihr neues Heim erobert und nutzt seitdem den vorhandenen Platz zum Toben wie ein junger Hüpfer!


Jetzt hoffen wir, dass sie ihr Leben noch möglichst lange genießen kann, denn ihre acht Jahre merkt man ihr wirklich nicht an. In der Gruppe hat sie sich innerhalb kürzester Zeit ihren Platz erklämpft und auch die neue Umgebung konnte die selbstbewusste Dame nicht im Geringsten einschüchtern. Wir drücken also die Daumen, dass sie auch im Kampf gegen die Tumore so taff ist und noch eine schöne Zeit vor sich hat.

Leider durfte Mömmes nur drei Monate das Leben in ihrer Kaninchengruppe genießen, aber wir freuen uns über jeden Tag, den sie bei uns verbracht hat.


Turbo( t 13. Juli 2011)


Turbos Paten: Andreas H. und Renate H.

Turbo kam im Dezember 2010 zur Kleintierhilfe München. Er war im Sommer im Tierheim abgegeben worden, wo man feststellte, dass er deutliche Probleme mit den Backenzähnen hat. Sie müssen ihm regelmäßig gekürzt werden. Als wir auf Turbo aufmerksam wurden, stand gerade die Überlegung im Raum, ihn einzuschläfern, da man im Tierheim nicht die Möglichkeit hatte, Turbo so zu versorgen, wie es nötig gewesen wäre. Der Tierarzt kürzte die Zähne nur unter Narkose, was Turbos Organismus schwer belastete. Außerdem saß er in einer größeren Gruppe mit gesunden Tieren und bekam dementsprechend zu wenig zu Fressen ab, da er am langsamsten fraß. Dadurch nahm er kontinuierlich ab (er war wirklich nur noch Haut und Knochen), hatte ständig Verdauungsprobleme (auch auf Grund der Narkosen) und die Chance auf Vermittlung gab es praktisch nicht.
Doch der kleine Kerl war munter und lebensfroh und wir brachten es nicht übers Herz, tatenlos zuzusehen. Also zog Turbo zur Kleintierhilfe, wo die 9-jährige Socke (ebenfalls ein Zahnpatient) seine neue Gefährtin wurde. Es war Liebe auf den ersten Blick und die beiden sind ein Traumpaar wie es schöner nicht sein könnte. Den ganzen Tag drücken sie sich eng aneinander, keiner macht einen Schritt ohne den anderen. Nun werden sie gemeinsam gepäppelt und schon nach kurzer Zeit hat sich gezeigt, dass Turbo futtern will, wenn er kann. Er bekommt nun geraspeltes Gemüse, dazu Päppelnahrung, die er quasi inhaliert! Leider sind die Verdauungsprobleme bisher geblieben, mal plagen sie ihn mehr, mal weniger. Er bekommt natürlich unterstützende Medikamente. Auch die Zähne werden weiterhin regelämßig gekürzt, bei unserer Tierärztin ohne Narkose, was sich Turbo problemlos gefallen lässt. Ein Röntgenbild von seinem Schädel hat leider gezeigt, dass einige seiner Zahnwurzeln nicht so wachsen, wie sie sollten. Eine davon drückt auf sein linkes Auge, das dadurch immer leicht gereizt ist, was aber nun behandelt wird. Noch ist eine OP nicht nötig, aber es ist gut möglich, dass Turbo früher oder später "Zähne lassen" muss.Wir hoffen natürlich das Gegenteil!

Turbo beweist in der Pflegestelle täglich, dass sein Leben es wert war gerettet zu werden. Sobald man "sein" Zimmer betritt, kommt er angeschossen wie eine Rakete (und macht damit seinem Namen alle Ehre!) und bettelt um Leckerchen was das Zeug hält. Und seinen treuen Augen kann auch niemand widerstehen!

Am 13. Juli 2011 hat der kleine Turbolino still und heimlich seine letzte Reise angetreten. Wenige Stunden zuvor war er noch quietschvergnügt und tobte wild durch den Garten. Wir trösten uns damit, dass er zumindest noch einen Sommer im Garten erleben und inmitten seiner vielen Freunde gehen durfte. Danke kleiner Turbo, dass du bei uns warst! Jetzt bist du wieder bei Socke und Suki, deinen beiden Freundinnen hier auf Erden, dir dir schon vorausgehoppelt sind. Habt viel Spaß im Regenbogenland!

Ein liebes Dankeschön an all seine Paten, dass ihr ihm diese letzten schönen Monate ermöglicht habt!




Strolchi ( t 27. Mai 2011)

Strolchis Paten: Denise K., Petra L. und Birgit F.

Strolchi kam im Mai 2009 in unsere Gautinger Pflegestelle. Er hatte Zeit seines Lebens mit einem anderen Böckchen verbracht, der wenige Tage vorher verstorben war. Wir waren guter Dinge ihn nach seiner Kastration bald zu Mädels vermitteln zu können, doch leider kam es ein wenig anders. Bei der Kastra wurde ein Tumor festgestellt, der in einer zweiten Operation entfernt wurde. Glück im Unglück, denn zumindest konnte er komplett entfernt werden. Strolchi hat dies trotz seiner 5 Lebensjahre recht gut weggesteckt, litt aber unheimlich unter der Einsamkeit und als er immer trauriger wurde haben wir ihm Gesellschaft aus einer anderen Pflegestelle geholt. Flugs wurde ein Bodengehege aufgebaut und er durfte so zumindest neben Ricchie und dessen Tante Viola seine Tage verbringen. Sofort war er wie verwandelt, fing an wie ein Scheunendrescher zu futtern, wurde aktiv und erholte sich zusehends. Nach Ablauf seiner Kastrationsquarantäne bekam er dann erst ein Mädel und alsbald noch ein zweites dazu, letzteres nur für ein paar kurze Wochen, weil für Vanilli schnell ein Traumplatz gefunden wurde.

Leider stellten wir fest, dass Strolchi trotz vieler Immunaufbaumaßnahmen gegen jedweden Stress sehr anfällig war und sofort mit heftigen Erkältungen reagierte, die zu Anfang auch nur mit Antibiotikum in den Griff zu bekommen waren. Doch schließlich war er fit und munter, die Lunge frei und seine Blutergebnisse ein Traum. Und es meldete sich eine Interessentin, die seine Vorgeschichte auch nicht abschreckte und so hatte er ein echtes Traumzuhause bei fünf Mädels in Aussicht, in das er sogar seine große Liebe Miep-Miep hätte mitbringen dürfen. Genau - HÄTTE ... denn wenige Tage vor dem geplanten Umzug kam die nächste Erkältungsattacke und damit für uns die Entscheidung, dass er keinerlei Stress mehr ausgesetzt wird und fünf Mädels zu viel für ihn wären.

Daher haben wir uns entschlossen, dass Strolchi mit seiner Miep-Miep zusammen seinen Lebensabend bei uns verbringen darf und so bei Bedarf jederzeit die richtigen Medikamente zur Verfügung steht und auch die Tierärztin, die ihn schon gut kennt.

Weil die beiden den Winter nicht in der Gautinger Pflegestelle verbringen können, da es hier an einer Heizung mangelt, durften sie zu Anja nach Kirchheim übersiedeln, von der sie liebevoll umsorgt werden. Dank Anja haben sie nun einen wunderschönen und stressfreien Altersruhesitz.

Strolchi sagt einen herzlichen Muig-Dank an seine Patentanten Denise und Petra und auch an Birgit, die ihn immer wieder mit einer Spende unterstützt hat.

Leider hatte sich Strolchis Zustand im Mai 2011 wieder einmal verschlechtert, aber Anja war zuversichtlich es mit Antibiotikum wieder in den Griff zu bekommen ... wie schon so oft. Doch leider war dieses Mal keine Besserung mehr eingetreten und Strolchi musste am 27. Mai 2011 seine letzte Reise antreten. Doch wir sind dankbar und glücklich, dass Strolchi noch über zwei Jahre ein wundervolles Leben mit seiner Freundin Miep genießen durfte.



Yuma( t 01. September 2010)


Yumas Patin: Renate H.

Yuma kam im September 2009 im Alter von 2 Jahren zur Kleintierhilfe und lebt seitdem in unserer Pflegestelle. Yuma wurde als Baby wohl fallen gelassen, getreten oder in der Tür eingeklemmt, denn sie hatte eine Verletzung der Wirbelsäule und einen Beckenbruch. Dadurch konnte sie sich kaum bewegen und hatte außerdem panische Angst vor Menschen und auch vor anderen Kaninchen, sie biss und knurrte wenn man sie berühren wollte und schrie wenn man sie hochnehmen wollte. Yuma leidet bis heute unter ihren Verletzungen, sie kann nicht Männchen machen, auf erhöhte Aussichtsplätze hüpfen oder sich richtig putzen. Wir müssen auch befürchten, dass sie früher oder später unter Arthrose leiden wird, durch die ständige Fehlbelastung der Knochen.
Yuma lernt nun in der Pflegestelle ganz langsam Vertrauen zu Artgenossen aufzubauen, was ihr sehr sehr schwer fällt. Auch zu uns Menschen fasst sie ganz ganz langsam mehr Vertrauen und wir hoffen, dass wir ihr mit der richtigen Behandlung auch noch den Alltag erleichern können, auch wenn ihre Verletzungen an Wirbelsäule und Becken wohl ein dauerhaftes Problem bleiben werden.

Yuma hat uns am 1. September 2010 ganz plötzlich und ohne Vorankündigung verlassen. Ein Jahr lang war lebte sie als Gnadenhofkaninchen der Kleintierhilfe in einer 5er Gruppe und konnte so doch noch erfahren, was Freunde sind und was es bedeutet viel Platz zu haben. Mach´s gut, kleine tapfere Maus und hab ein Auge auf deine Lieben.





Wuki ( t 07. August 2010)

Wukis Paten: Anja, Birgit F. und Pilar

Meerschweinchendame Wuki kam im September 2009 zur Kleintierhilfe und sollte abgegeben werden weil ihr Partner gestorben war. Zu diesem Zeitpunkt war Wuki bereits 6 Jahre alt und völlig verwahrlost. Das Fell völlig ungepflegt und verfilzt, die Ohren massiv entzündet, die Ballen wund, die Schneidezähne gesplittert, seit Jahren litt sie unter unbehandeltem Milbenbefall und außerdem hat Wuki Zysten mit bereits vorhandenen Verwachsungen im Bauchraum. Ihr Rücken und Bauch sind fast komplett kahl, zum einen auf Grund er Zysten und Milben, zum anderen vermutlich auch auf Grund schlechter Ernährung.
Es wird noch geraume Zeit dauern, bis Wuki wieder einigermaßen fit ist. Daher haben wir uns gegen eine Vermittlung entschieden, sie müsste sonst einfach zu lange warten. Zunächst müssen ihre Ohren, die Haut, die Zähne, die Mangelerscheinungen etc. behandelt werden. Für die Zysten wird Wuki den Rest ihres Lebens Medikamente bekommen müssen aber wir hoffen, dass sie noch lange bei uns sein darf, damit sie ihr wohlverdientes Gnadenbrot noch lange genießen kann.

Wuki verstarb leider am 7. August 2010. Leb wohl, kleine Maus. Wir hoffen, dass die letzten 10 Monate für die vielen Jahre vorher ein klein bisschen entschädigt haben und du sie genossen hast.



Mokka ( t 11. August 2009)


Mokkas Paten: Birgit F., Yvonne B., Luzia O.

Mokka kam im Dezember 2008 Alter von 5 Jahren zur Kleintierhilfe. Zu diesem Zeitpunkt litt sie sehr stark an Enzephalitozoonose, einer Krankheit die das zentrale Nervensystem angreift. Außerdem machte ihr ein Auge starke Probleme, die nicht in den Griff zu bekommen waren. Bei der Kastration wurde daher das Auge entfernt. Dabei wurde auch festgestellt, dass die Gebärmutter bereits tumorös verändert war.
Der Krebs und die Enzephalitozoonose, die über Jahre hinweg unbehandelt geblieben war, sind unheilbare Krankheiten, die Mokkas Lebensqualität mitunter stark beeinträchtigen. Durch die Schädigung des Nervensystems kann sie nicht mehr normal hoppeln, die Hinterbeinnerven sind schon zu stark betroffen. Sie bekommt Medikamente, die ihr sehr gut helfen und die dafür sorgen, dass sie mit diesem Zustand sehr gut leben und mit ihren 4 Partnertieren um die Wette hoppeln kann. Männchen machen kann sie aber z.B. nicht. Außerdem sind auch die Nieren und die Blase bereits geschädigt, sei es durch die Enzephalitozoonose oder durch den Krebs oder beides. Seitdem ist sie nicht mehr stubenrein, sie hat nicht mehr unter Kontrolle wo oder wann sie sich erleichtert. Da sie dennoch nicht auf käfigfreie Haltung verzichten soll, lebt sie in einem großen Gehege mit waschbaren Teppichen, die täglich gewechselt und gewaschen werden müssen. Außerdem leidet Mokka unter wiederkehrenden kleinen Abszessen an der Schnauze.

Alles in allem war klar, dass so ein Tier keine Chance mehr auf Vermittlung hat. Nicht nur wegen der Umstände, die ihre Krankheiten mit sich bringen sondern auch wegen der hohen Tierarztkosten. Denn tierärztliche Behandlung wird sie den Rest ihres Lebens benötigen ebenso wie viele teure Medikamente, die ihre Lebensqualität steigern. Um ihr all das und ein Leben mit Artgenossen zu ermöglichen, haben wir beschlossen sie als Gnadenhoftier aufzunehmen und ihr ihren Lebensabend so schön wie möglich zu gestalten.

Mokka lebte noch 7 Monate als Gnadenhoftier der Kleintierhilfe München in unserer Pflegestelle und genoss jeden Augenblick bis wir sie am 11. August 2009 gehen lassen mussten. Ein großes DANKESCHÖN an ihre lieben Paten und alle, die je für sie gespendet haben! Lass es dir gut gehen, kleine Mokka und vergiss nie die vielen Menschen, denen du in der kurzen Zeit deines Besuches so viel bedeutet hast und die dich nie vergessen werden!


Cola( t 26. März 2010)


Colas Paten: Birgit B., Birgit F., Linda K.

Am 02. Dezember 2009 kam sie zusammen mit vielen ihrer Freunde aus miserabler Haltung zu uns. Die ersten Tage ließen sich noch verheißungsvoll an, aus 616 Gramm Meerschwein wurden mit gesundem Futter und Aufbaumitteln zur Erstversorgung der Notfalltiere, schnell 700 Gramm. Doch zwischen Weihnachten und Neujahr veränderte sich Colas Zustand drastisch. Das Gewicht begann zu fallen, das Fell wurde struppiger und die Sorge wuchs. Richtig Angst wurde uns nach Urintest und Blutbild und dem Auffinden von Schweinchen Ronja, das aus dem gleichen Notfall stammte und in einer privaten Pflegestelle untergekommen war. Gegen Ronja war Cola mit ihren nur noch 490 Gramm ein propperes Schweinchen. Die Diagnose lautete in beiden Fällen ... schwere Nieren- und Leberschädigungen durch die miserable Haltung. Die Tiere hatten kaum Wasser zur Verfügung, lebten praktisch im Dunkeln und wurden mit rohen Kartoffelschalen ernährt, die den Körper vergiften. Die Schulmedizin konnte uns hier leider auch nicht mehr weiterhelfen, aber Dank Andreas homöopathischer Hilfe hat Cola zumindest eine Chance bekommen. Ende Februar standen wir bei rund 600 Gramm und die kleine Maus wehrte sich inzwischen mit der Kraft einer Deutschen Dogge gegen manche ihrer wichtigen Medikamente.

Unser hoffnungsvoller Optimismus wurde Mitte März jäh gebremst, das Gewicht begann wieder zu fallen und dieses Mal gab es keine neuen Zauberwaffen mehr, sie war rundum perfekt mit Medikamenten versorgt. Die Schäden an dem kleinen Organismus waren einfach zu groß, es war zu spät gewesen. Am 24. März machte Cola den versprochenen Ausflug auf die Wiese ... am 26. schlief sie in meinen Armen ein. Wir hoffen, dass diese wenigen guten Wochen zumindest ein Fünkchen von dem Leid gut machen konnten, was ihr widerfahren ist.